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Robert Kopf

Immunschwäche, Abwehrschwäche Das Immunsystem stärken mit Pflanzenheilkunde, Akupressur und Wasserheilkunde

Ein pflanzlicher und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Immunschwäche, Abwehrschwäche - Das Immunsystem stärken mit Pflanzenheilkunde, Akupressur und Wasserheilkunde" ISBN 978-3-7309-0862-4

 

Vorwort

 

1. Allgemeines
Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche
Wissenswertes über unseren Stoffwechsel
Gehen ist die beste Medizin
Gesunde Leber – starkes Immunsystem

 

2. Ernährung
Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche
Die richtige Nervennahrung zur Behandlung einer Abwehrschwäche ausgelöst durch Stress und Überlastung
Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche
Statt Diät intelligent ernähren
Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten
Gut geölt - Wissenswertes über Speise-Öle
Gute und schlechte Fettsäuren
Wissenswertes über Cholesterin

 

3. Naturheilkunde
Empfehlungen für ein starkes Immunsystem
Immunschwäche - Die Abwehrkräfte stärken mit der Heilkraft der Pflanzen
Teerezepte zur Stärkung des Immunsystems
Abwehrsteigernde und blutbildende Kräuterweine bei Immunschwäche zum Selbermachen
Pflanzliche Tinkturen zur Stärkung des Immunsystems
Wasseranwendungen bei Immunschwäche zur Steigerung der Abwehrkräfte

 

4. Akupressur
Akupressur zur Steigerung der Abwehrkräfte
Akupressur zur Stärkung des Immunsystems, zur Stoffwechselanregung, Regeneration des Körpers und Durchblutungssteigerung
Akupressur bei chronischen Erkrankungen zur Normalisierung der Funktionen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Nieren

Nachwort
Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

 

Ein gesundes und starkes Immunsystem ist der beste Selbstschutz des Körpers vor vielen Krankheiten. Es sichert unsere Gesundheit im ständigen Kampf gegen eindringende Bakterien, Pilze, Viren und Umwelteinflüsse. Unser Immunsystem wird stark belastet. Es ist daher kein Wunder, dass es seine Aufgaben oft nicht erfüllen kann und wir scheinbar ohne Grund immer öfter erkranken.

 

Die Symptome einer Immunschwäche sind dauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit, nachlassende Leistungsfähigkeit, depressive Verstimmungen, Nervenschwäche, Reizbarkeit, Allergien und Unverträglichkeiten, ständiges Krankheitsgefühl, häufige Erkältungen sowie eine vermehrte Anfälligkeit für Infektionen und Krebserkrankungen.

 

Die Auslöser einer Immunschwäche sind Krankheitsherde im Körper (kranke Zähne und Mandeln, chronische Entzündungen), negativer Stress und psychische Belastungen, zu wenig Schlaf, falsche Ernährung und dadurch ein Mineralstoff- und Vitaminmangel, Erkrankungen des Stoffwechsels (Diabetes, Gicht, Rheuma, Adipositas), hormonelle Störungen und Veränderungen (Klimakterium), Bewegungsmangel, bestimmte Medikamente wie Antibiotika oder Zytostatika, eine Milzentfernung (der Körper wird anfälliger auf Infektionen), Umweltbelastungen (Schwermetalle, Elektrosmog sowie Schadstoffe in der Luft und im Wasser schwächen unsere Enzymsysteme) und Nahrungsmittelzusätze (Süß-Stoffe, Aromen, Geschmacksverstärker). Drogen und andere stimulierende Genussmittel wie Nikotin und Alkohol tun ihr Übriges.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Eine Abwehrschwäche kann die Folge sein.

 

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel und die Gesundheit positiv.

 

Bei der naturheilkundlichen Behandlung einer Abwehrschwäche dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Immun-, Nerven- und Hormonsystems, des Stoffwechsels und der Durchblutung. Pflanzliche Zubereitungen regen den Magen und Darm, die Bauchspeicheldrüse, die Leber-Galle-Funktionen und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus.

 

Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung einer Abwehrschwäche. Die naturheilkundliche Behandlung entsäuert, mineralisiert und führt zu einer ausgeglichenen Lebensenergie. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus), das Nerven-, Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

 

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche erläutern:

 

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung einer Abwehrschwäche

 

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten. Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tees, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

 

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden. Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel, stärken das Hormon- und Immunsystem. Nur ein gut funktionierender Stoffwechsel sowie ein intaktes Hormon-, Nerven- und Immunsystem können eine Abwehrschwäche verhindern.

 

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden. Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen, beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Aufnahme von Eisen (wichtig zur Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche) sowie das Nerven- und Hormonsystem sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zur Abwehrsteigerung und zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie lösen Heilblockaden, stärken die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.

 

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

 

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

 

Die Akupressur zur Selbstbehandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche

 

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

 

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut. Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

 

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung einer Abwehrschwäche, für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

 

Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten

 

Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen. Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich.

 

Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.

 

Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz bei der Behandlung und Vorbeugung einer Abwehrschwäche. Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen. Kalte Güsse kräftigen den Kreislauf, das Bindegewebe, kurbeln den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.

 

Bewegung hält den Stoffwechsel fit
Bewegung stärkt die Abwehrkräfte, Herz und Kreislauf, fördert die Durchblutung des Körpers und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen. Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.

 

Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen
Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen von falscher Ernährung herrühren und riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Er empfahl Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.

 

Leben im Gleichgewicht
Überlastung und Stress führen auf Dauer zu Immunschwäche, Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.

 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie Ihr Immunsystem mit Hilfe der Pflanzenheilkunde, Akupressur und Wasserheilkunde stärken und eine Abwehrschwäche vermeiden können. Vorgestellt werden die bewährtesten Heilpflanzen, Teerezepte, Extrakte, Rezepturen für Kräuterweine und Tinkturen zum Selbermachen, Akupressurpunkte und Wasseranwendungen. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

 

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche

Zur Behandlung und Vorbeugung einer Abwehrschwäche ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

 

1) Der Säure-Basen-Haushalt
Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir haben eine Abwehrschwäche, erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

 

2) Das Bindegewebe
Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Immunschwäche und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

 

3) Die Verdauung
Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Wir neigen zu Immunschwäche, depressiven Verstimmungszuständen, chronischen Erkrankungen, Arterienverkalkung, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

 

4) Unser Wasserhaushalt
Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Eine Immunschwäche und häufige Erkrankungen sind die Folge.

 

5) Die Eiweißverdauung
Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

 

6) Die Fettverdauung
Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind Abwehrschwäche, Krankheitsanfälligkeit und immer wiederkehrende Beschwerden, Stoffwechselstörungen und Kopfschmerzen.

 

7) Die Kohlenhydratverdauung
Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung. Es schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

 

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Immunschwäche - Die Abwehrkräfte stärken mit der Heilkraft der Pflanzen".

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken. Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen. Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung und Vorbeugung einer Immunschwäche ist neben unseren Nieren die Leber.

 

Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

 

Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers, Gesundheitsstörungen, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit (Diabetes, Rheuma und Gicht, Adipositas). Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden.

 

Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels und häufige Ursache einer Abwehrschwäche), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein. Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben. Bei der Rachitis (englische Krankheit) ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache. Als Rachitis bezeichnet man eine Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter. Sie führt zu einer Demineralisation der Knochen. Das entsprechende Krankheitsbild bei Erwachsenen ist die Osteomalazie (Knochenerweichung).

 

Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Abwehrschwäche, leichte Krankheitsanfälligkeit, eine langsame Wundheilung, Durchblutungsstörungen, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungszustände, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

 

Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

 

1) Kohlenhydrate
Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

 

2) Der Eiweißstoffwechsel
Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

 

3) Der Fettstoffwechsel
Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

 

Wasser dient als Transportmittel. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind zuständig für den Aufbau der Zellen, stärken unseren Körper und helfen, daß wir uns wohlfühlen.
Ausführliche Informationen über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden Sie in meinem eBook:
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - Die Grundlagen des Immunsystems und unserer Gesundheit ISBN 978-3-95500-845-1

 

Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen Grundumsatz und Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag. Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus. Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz.

 

Neuer Schwung für den Stoffwechsel

 

Wenn Leber, Galle oder Darm nicht optimal arbeiten, gerät der Stoffwechsel aus dem Takt - unter anderem nimmt man zu und der Blutdruck steigt. Doch Fettverbrennung und Verdauung lassen sich wieder ankurbeln. Um die Funktionen der Stoffwechselorgane wie Leber, Galle, Niere und Darm zu stimulieren, ist vor allem eine langfristig gesunde Ernährung wichtig. Zusätzlich unterstützen homöopathische Arzneimittel die Funktionen der Stoffwechselorgane und helfen, gegen die Beschwerden anzugehen.

 

Das unterstützt die Verdauung

 

Stress, einseitige Ernährung und Bewegungsmangel sind die häufigsten Gründe für eine träge Verdauung. Die wichtigste Maßnahme, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen: Mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken. Die Flüssigkeit hilft, Schlacken abzubauen und regt den Stoffwechsel an.

 

Außerdem sollte man seinen Speiseplan auf eine ballaststoffreiche Ernährung umstellen, etwa mit Vollkornprodukten aus Dinkel. Ballaststoffe speichern Flüssigkeit lange im Körper - so bleibt die Verdauung fit.

 

Trinken Sie täglich vor dem Frühstück 1 Glas Sauerkrautsaft.

 

Ein bewährtes Mittel bei Darmträgheit ist das homöopathische Mittel Lycopodium D12. Es regt den Leberstoffwechsel an und sorgt so dafür, dass man besser entschlackt. Täglich 2mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Graphites D12 hilft weiter, wenn Sie neben Verstopfung auch Hautprobleme haben, sich lustlos und ohne Tatendrang fühlen. Täglich 2mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Bei Bauchschmerzen wirken Kümmel- oder Kamillenöl krampflösend - den Bauch mit einigen Tropfen im Uhrzeigersinn einreiben.

 

Zur Anregung der Fettverbrennung

 

Disziplin ist die halbe Miete für eine Ernährungsumstellung. Man sollte auf seinen Biorhythmus achten. Es ist bekannt, dass der Organismus tagsüber darauf gepolt ist, Flüssigkeit auszuscheiden, nachts läuft dagegen der Fettstoffwechsel auf Hochtouren. Unterstützen lässt sich die Fettverbrennung unseres Körpers, indem man abends nichts Schweres mehr isst. Auf Rohkost und Salat sollten Sie beim Abendessen verzichten, weil diese den Verdauungstrakt zu sehr belasten.

 

Zusätzlich können Sie das homöopathische Mittel Natrium choleinicum D4 einnehmen. Die aus Rindergalle gewonnene Arznei reguliert den Fettstoffwechsel und wirkt anregend auf den Gallefluss. Bewährt ist das Mittel besonders dann, wenn Sie einen trägen Stoffwechsel haben, sich oft schlapp und schläfrig fühlen, mit Verstopfung, Blähungen oder erhöhten Cholesterinwerten zu tun haben. Die Dosierung: 3mal täglich 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Tipps

 

Bei Kroketten, Pommes oder Kartoffel-Gratin sollte der innere Fett-Alarm schrillen. Reis und Salzkartoffeln sind leichter und gesünder.

 

Mit wenig Fett braten: 1 Esslöffel Öl in der Pfanne genügt meist, um Fleisch oder Gemüse zu braten.

 

Bei vielen Gerichten kann man Gemüse mitgaren und anschließend pürieren. So erhält man einen gesunden leckeren Soßen-Ersatz.

 

Obstmus aufs Brot: Statt Butter oder Nussnougat-Creme frisches reifes Obst pürieren (ohne zusätzlichen Zucker!) und aufs Brötchen streichen.

 

Stoppt den Heißhunger

 

Wenn die Gedanken nur noch um Erdnussflips oder Schokotrüffel kreisen und Sie dafür Küche und Vorratsschrank auf den Kopf stellen, dann stecken Sie mittendrin in einem Heißhungeranfall.

 

Diese Krise kennt jeder: Hat man länger nichts gegessen, kommt das schier unbändige Verlangen nach Kalorienhaltigem, man fühlt sich geschwächt und zittrig, sogar Schwindel oder Schweißausbrüche können auftreten. Schuld an dieser heftigen körperlichen Reaktion ist ein zu rasch oder zu tief absinkender Blutzuckerspiegel. Um ihn wieder anzuheben, verlangt der Körper nach möglichst vielen Kalorien in möglichst kurzer Zeit. Diese körpereigene Blutzucker-Regulation kann man aber gut trainieren, indem man auf Süßes weitgehend verzichtet, viel Gemüse und Vollkornprodukte isst und den Abstand zwischen den Mahlzeiten erhöht.

 

Unterstützend hilft auch die Homöopathie

 

Nehmen Sie Lycopodium D12, wenn die Naschlust Sie überfällt. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Nux vomica D12 ist das passende Mittel, wenn man von der Salami bis zum Erdbeertörtchen querbeet alles essen möchte, was einem in die Finger kommt. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Hauptsache viel und Hauptsache deftig ist Ihr Ess-Verlangen? Dann ist die Arznei Stibium sulfuratum nigrum D12 richtig. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

 

Es gibt ein paar Tricks, wie Sie die Esslust stoppen und den Körper auf eine geringere Energiezufuhr polen können:
1) Jede Stunde ein Glas Wasser trinken, am besten mit einem Spritzer Zitronensaft. So bleibt der Magen gefüllt, der Heißhunger hat schlechte Chancen.

 

2) Essen Sie rund eine Stunde vor den Mahlzeiten etwas Obst. Birne, Banane oder Kiwi dämpfen den Hunger und regen die Verdauung an.

 

3) Knabbern Sie Knäckebrot. Es enthält viele Ballaststoffe, die satt machen und günstig auf den Blutzucker wirken.

 

4) Meiden Sie Süßsaures und Salziges wie Mixed Pickles oder Erdnüsse, denn das wirkt appetitanregend.

 

5) Pellkartoffeln essen: Gekochte und abgekühlte Kartoffeln enthalten Stärke, die vom Körper nur schwer gespalten werden kann. Weil diese Stärke langsamer ins Blut gelangt, wird weniger Insulin ausgeschüttet und Naschattacken bleiben aus.

 

Mehr Informationen zur Behandlung des Stoffwechsels (Metabolismus) mit der Naturheilkunde erhalten Sie in meinem eBook:
Stoffwechsel, Metabolismus - Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde ISBN 978-3-7309-1612-4