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Karl Schön

Wege in die Zukunft

Ergebung und Widerstand, Teil XX bis XXI


Meiner Frau Amanda gewidmet.


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Wege in die Zukunft - 1. Geständnisse, Bekenntnisse

 

 

In Erinnerung an die schwere Zeit der TiM-Machenschaften fiel mir der Goethe-Spruch ein:

 

"Hätt' ich gezaudert zu werden, / bis man mir's Leben gegönnt, / ich wäre noch nicht auf Erden, / wie ihr begreifen könnt, / wenn ihr seht, wie sie sich gebärden, / die, um etwas zu scheinen, / mich gerne möchten verneinen."

 

Wie hohl klingt doch Goethes Wort: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut", wenn man sein eigenes Leben voll Ichsucht, Eigennutz und diplomatischen Verhaltens dagegen hält! Viel besser gefällt mir Kants Maxime: "Sei menschlich, redlich, treu und schuldfrei im Gewissen!"

 

Ich träumte von einem Besuch in der Kulturhauptstadt Weimar. Gleich zu Beginn besichtigte ich Goethes Haus am Frauenplan, Schillers Haus, das Nationaltheater und die anderen Sehenswürdigkeiten der deutschen Klassik. Dann nächtlicher Spaziergang an den Häusern von Goethe, Schiller, Herder, Liszt und anderen vorbei.

 

Um meine Kenntnisse zu vermehren, blätterte ich in den inzwischen gesammelten Bildbänden über Weimar. Der neueste Bildband "Weimar - Stadt der Klassik" von Siegfried Seifert zeigt u.a. das Goethehaus am Frauenplan am Abend. In den Fenstern ebenerdig und im ersten Stock brennen Kerzen. Der Bildband enthält Abbildungen des Urbinozimmers, vom Vorzimmer zum Arbeitszimmer und von Goethes Arbeitszimmer. Man sieht Goethes Hausgarten und das Haus der Frau von Stein, Schillers Wohnung in der Windischenstraße und das Schillerhaus. Vornehm wirken das Gesellschaftszimmer der Familie und das Zimmer der Charlotte von Schiller.

 

Das Gartenhaus an der Ilm und einige Innenansichten des Gartenhauses veranschaulichen die Wohnverhältnisse des Dichterfürsten. Nach einigen gründlichen Rekonstruktionen unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten sieht es heute so aus, wie es Goethe einmal beschrieben hat:

 

“Übermütig sieht's nicht aus, / Hohes Dach und niedres Haus; allen, die daselbst verkehrt, "ward ein guter Mut beschert. Schlanker Bäume grüner Flor, / selbstgepflanzter, wuchs empor. Geistig ging zugleich alldort / Schaffen, Hegen, Wachsen fort." Siehe: "Goethes Gartenhaus in Weimar".

 

Die Abbildungen zeigen u. a. das Römische Haus, das Innere der Stadtkirche zu St. Peter und Paul, Herders Wohn- und Amtshaus, das Wohnhaus des Märchendichters J. K. A. Musäus. Der Bildband "Weimar" (1974) gewährt Einblicke in Goethes Bibliothek, einen Blick über Altweimar auf die Herderkirche, eine Ansicht des Schlosses Belvedere und des Nebengebäudes; man sieht das Wittumspalais und das Tafelrundenzimmer, Schloss Tiefurt, Das Shakespeare-Denkmal im Park, das Bertuch-Haus, das Stadtschloss,

 

Eindrucksvoll sind auch die Abbildungen im Bildband "Weimar" aus dem Brockhaus Verlag, Leipzig (1977). Prächtig ist der Blick auf den Wochenmarkt und den Zwiebelmarkt, das traditionelle Erntefest Weimars, das Zehntausende von Besuchern anlockt, auf das Cranachhaus, eines der schönsten Renaissancegebäude der Stadt. Man sieht auch den Rokokosaal der Zentralbibliothek der deutschen Klassik, das Wohnhaus des Lyrikers und Erzählers Louis Fürnberg, die Grabkapelle der Großherzogin Maria Pawlowna. Große Bilder sind dem Werk "Weimar. Klassikerstätten im Bild" beigelegt, so eine Großaufnahmen von Goethe, vom Christianezimmer, vom Treppenaufgang in Goethes Wohnhaus, von seinem Arbeitszimmer in seinem Gartenhaus, vom Renaissance- und Rokokoschloss in Dornburg, vom Roten Salon in Schloss Kochberg, vom Wohnzimmer im Kirms-Krackow-Haus und vom Festsaal und Wielandmuseum im Wittumspalais.

 

Der Stadtführer "Weimar" von Fritz Kühnlenz beschreibt einen Stadtrundgang, ausgehend vom Frauenplan, zur Schillerstraße und zum Schillerhaus, zum Wittumspalais und Wielandmuseum, zum Deutschen Nationaltheater, zur Kunsthalle am Theaterplatz, zum Bertuchhaus und Stadtmuseum, zur Jakobskirche und den Jakobsfriedhof, wo die Gräber von Lucas Cranach, Georg Melchior Kraus, Ferdinand Jagemann, Gottlieb Martin Klauer, Carl August Musäus u. a. zu finden sind. Der beschriebene Weg führt zum Herderplatz und der Stadtkirche, zum Sächsischer Hof, Weimarer Markt, Cranachhaus, zur Zentralbiliothek der deutschen Klassik, zum Schloss und zu Goethes Gartenhaus usw.