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Laura Paroli

Anna - benutzt in der Berghütte

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Dieses Buch enthält sexuell eindeutige Inhalte und ist daher nur für eine erwachsene Leserschaft geeignet. Alle beschriebenen Personen sind 18 Jahre oder älter. Jede sexuelle Handlung in den Geschichten ist einvernehmlich. Alle in diesem Buch beschriebenen Personen sind fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Inhalt

1. Pokerspiel um die Jungfrau

2. Im Bett mit zwei Kerlen

3. Ein hübsches Spielzeug für alle

4. Schöne Mädchen, böse Absichten

Pokerspiel um die Jungfrau

Nervös starre ich auf die Karten in Alex’ Hand. Er hat ein gutes Blatt, keine Frage. Trotzdem zittere ich am ganzen Leib bei dem Gedanken, was alles am Spiel steht: Unsere Rucksäcke mit der gesamten Ausrüstung. Die Uhr seines Großvaters. Unser Schlafplatz!

»Anna, hast du noch irgendwas, das ich setzen kann?«

Ungläubig starre ich meinen Freund an. Ich sitze hier nur in Unterwäsche am Tisch mit vier lüsternen Männern, weil er in seiner Spielsucht bereits sämtliche meiner Klamotten verwettet hat. Was bitte kann er da noch von mir wollen?

Noch immer kann ich die Blicke auf meinem Körper spüren, die Augen, die sich neugierig in mein Dekolleté brennen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, müssen sich ausgerechnet jetzt auch noch meine Nippel steif und fest durch das dünne, weiße Oberteil drücken und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

»Also nicht?«

Alex sieht mich an, als würde ich irgendetwas verstecken. Dabei gibt es schon seit einer Stunde nichts mehr, das mir gehört. Noch nicht einmal mein altes, kaputtes Handy hat er verschont.

»Tja, wenn du nicht mitgehen kannst, bist du draußen«, resümiert Bernd und grinst meinen Freund an. »Sieht fast so aus, als würdet ihr heute doch noch draußen im Schnee übernachten!«

Verunsichert sehe ich von Bernd zu Alex, dann wieder zu Bernd. Das kann er doch wohl nicht ernst meinen!

»Die Kleine kann hierbleiben«, mischt sich Vinzent ein, »wir sind ja keine Unmenschen.«

Seine Kumpel lachen, während mein Freund immer nervöser wird. Ein letztes Mal schielt er auf seine Karten, vier Könige. Dass er damit gute Gewinnchancen hat, weiß sogar ich, obwohl ich nicht Poker spiele.

»Ich gehe mit«, sagt er.

Bernd hebt neugierig die Augenbrauen. Claudio und Vinzent grinsen. »Also? Was hast du anzubieten?«

Alex Augen wandern vom Tisch zu mir und zurück. Ich kann die Anspannung spüren, die in der Luft liegt.

»Sie«, sagt er und im gleichen Moment drehen sich vier Männer zu mir um.

Ich verschlucke mich an meinem Tee und muss husten. Dann herrscht ein paar Sekunden lang Stille im Raum.

»Du bietest uns deine Freundin an?«, fragt Vinzent ungläubig.

Alex nickt. »Genau genommen, biete ich euch ihre Jungfräulichkeit an!«

Mir wird schwarz vor Augen und ich habe das Gefühl, die Stube beginnt sich zu drehen. Das kann Alex doch unmöglich gesagt haben! Ist er jetzt von allen guten Geistern verlassen?

»Sie ist noch Jungfrau?«, fragt Claudio und mustert mich neugierig. Seine beiden Freunde tun es ihm gleich. Mir wird heiß und kalt, so wie sie mich ansehen. Als wäre ich das letzte Lamm vor einem Rudel hungriger Wölfe.

»Ist sie«, versichert Alex.

»Kann ich dich kurz… unter vier Augen sprechen?«, meine Stimme zittert vor Wut, als ich Alex vom Tisch weg ziehe. »Bist du komplett übergeschnappt? Das kannst du doch nicht machen!«, fahre ich ihn an.

»Beruhig dich, Baby«, sagt er und hebt seine Karten wie ein Schutzschild hoch. »Siehst du das Blatt? Ich kann doch nur gewinnen!«

»Aber… du kannst doch nicht einfach um etwas wetten, das dir gar nicht gehört!«

»Soll ich lieber draußen vor der Hütte erfrieren?« Jetzt ist er es, der wütend klingt. »Stell dich nicht so an, ich hab alles im Griff!«

Alex nimmt mich an der Hand und zerrt mich zurück zum Tisch. Mein Herz schlägt so laut, dass man den Rhythmus bis runter ins Tal hören muss. Panisch sehe ich rüber zu Claudio, der mit seinen verwuschelten, braunen Haaren aussieht, als wäre er eben erst aus dem Bett gefallen. Dann zu Bernd, der mit dem kurzen Bürstenschnitt und dem Vollbart ziemlich bedrohlicher wirkt, während er meinen Freund mit strengem Blick fixiert. Wie zwei Rivalen im Ring starren sich die Zwei an und bemühen sich keine Miene zu verziehen, obwohl ich spüren kann, dass beiden die Nerven blank liegen.

»Ich will sehen«, höre ich Bernd sagen und im selben Moment rutscht mir das Herz in die Hose.

Wie in Zeitlupe sehe ich meinen Freund sein Blatt auf den Tisch legen. Sehe aus dem Augenwinkel, wie Claudio seufzt und seine Karten auf einen Haufen wirft. Ich halte die Luft an, während ich auf Bernds Reaktion warte. Sein Blick ist undurchschaubar, er macht es absichtlich spannend.

»Tja mein Freund«, sagt er zu Alex, »du hast hoch gepokert.«

Ein Grinsen macht sich auf seinen Lippen bemerkbar und mir läuft ein eisiger Schauer über den Rücken. Ich kann gar nicht hinschauen, als er sein Blatt aufdeckt.

»Aber du hast Glück gehabt! Ich hab nur ein Paar.«

»Was?« Überrascht reiße ich die Augen auf, drücke Alex’ Hand und hauche ihm erleichtert einen Kuss auf die Wange. Er kann das breite Grinsen auch nicht länger zurückhalten, als er sich in die Mitte lehnt, um sich seinen Gewinn zu holen.

»Wartet mal, nicht so schnell!« Es ist Vinzents Stimme, die uns beide herumfahren lässt. »Straight Flush«, sagt er so ruhig, als würde er uns bloß das Fernsehprogramm vorlesen, »die Runde geht an mich!«

Vinzent blinzelt mir mit seinen unergründlichen, dunklen Augen freundlich zu, während ich in eine Art Schockstarre falle. Das kann unmöglich gerade wirklich passieren! Es muss ein Traum sein, ein ganz böser Albtraum! Doch so sehr ich mich auch anstrenge, ich wache einfach nicht auf. Wie in Trance, sehe ich Bernd auf mich zukommen. Er nimmt meine Hand, zieht mich hoch. Dreht mich einmal um meine eigene Achse.

»Darf ich vorstellen, dein Gewinn«, sagt er zu Vinzent.

»Süße achtzehn Jahre alt«, er hält mich einen Moment fest, um mir mit einer gehaltvollen Geste das lange, dunkelblonde Haar aus dem Gesicht zu streichen. Ich spüre, wie sich alle Blicke auf mich richten. Wie Alex die Kinnlade runter fällt, während die fremden Männer ausgiebig meinen Körper betrachten.

»Schöne, pralle Möpse«, fährt Bernd fort und greift nach meinen Brüsten, um sie vor den Augen aller aus den Körbchen zu heben.

»Und ein süßer, knackiger Arsch!« Noch bevor ich reagieren kann, wirbelt er mich wieder herum und klatscht mir auf den Hintern.

»Überleg es dir noch mal, mein Freund«, sagt er, an Vinzent gewandt, »willst du das süße Ding nicht lieber gleich mit uns teilen?« Feixend zieht er die Augenbrauchen hoch.

»Heute nicht«, höre ich die dunkle Stimme von Vinzent, als er aufsteht und meine Hand nimmt. »Heute gehört sie mir ganz allein!«

»Tu doch was«, flehe ich Alex an, doch der sitzt wie paralysiert an seinem Platz und starrt an die Wand. Das kann er doch nicht machen! Dieser feige Mistkerl! Aber Alex weicht meinem Blick einfach aus. Ich bin es ihm nicht wert, geht es mir durch den Kopf! Meinetwegen legt er sich nicht mit den Typen an. Er versucht noch nicht einmal, meine Ehre zu retten! Und während mich Vinzent hinter sich her aus dem Zimmer zieht, spüre ich, wie mir eine Träne über die Wange läuft.

 

Der Weg hinauf in den Schlafsaal erscheint mir endlos. Mehr schlecht als recht stolpere ich die Stufen nach oben und fühle mich dabei wie ein Opferlamm auf dem Weg zum Altar. Ich bin erschrocken von dem, was gerade passiert ist und noch panischer vor dem, was gleich kommt. Wie oft habe ich in den vergangenen Jahren Nein gesagt? Habe meine Verehrer hingehalten und immer wieder vertröstet. Habe mich aufgespart für den Einen. Für den Richtigen, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte. Und was habe ich jetzt davon? Kann es wirklich mein Schicksal sein, in dieser schäbigen Hütte, meine Unschuld an einen völlig Fremden zu verlieren?

Vinzent spricht kein Wort mit mir, bis die Tür hinter uns zugefallen ist. Erst als wir alleine sind, dreht er sich zu mir um. Okay, er sieht ziemlich gut aus, mit seiner großen, sportlichen Statur und dem vollen, dunklen Haar. Dazu das attraktive Gesicht und sein charmantes Lächeln, das ihn auch mit 28 noch wie einen frechen, kleinen Jungen erscheinen lässt. Gewiss hätte es mich schlimmer treffen können.

Trotzdem kann ich noch immer nicht glauben, was gerade mit mir geschieht. Dass es tatsächlich mein eigener Freund war, der mich einfach verwettet hat, wie ein paar lumpige Scheine. Ich spüre, wie die Wut in mir aufsteigt und mich die Hände zu Fäusten ballen lässt. Dieser verdammte Mistkerl! Es lässt ihn völlig kalt, dass sich ein Fremder an mir vergeht! Dass mich der Typ mit sich fort gezerrt hat, um über mich herzufallen! Alex hat einfach weggesehen!

Obwohl meine Augen noch immer feucht sind vor lauter Schock, sehe ich plötzlich klarer als jemals zuvor. Und noch bevor Vinzent zu sprechen beginnt, habe ich eine Entscheidung getroffen.

 

»Alles okay?«, fragt er und sieht mich besorgt an.

Weil ich nicht antworte, beugt er sich zu mir runter, um mir eine Träne aus dem Gesicht zu wischen.

»Hör zu, Kleines, ich werde nichts tun, was du nicht möchtest. Dein Freund ist ein ziemliches Arschloch! Also wenn du willst, setzen wir uns jetzt einfach hin, quatschen ein bisschen und lassen uns Zeit bevor wir wieder runter gehen, damit er so richtig schön leidet.«

Mit großen Augen sehe ich ihn an, überrascht, dass er plötzlich so lieb zu mir ist. Vinzent lächelt mir aufmunternd zu.

»Na komm«, sagt er und deutet auf die Truhe im Eck, »setz dich, ich hol uns was zu trinken.«

»Warte!« Obwohl ich noch immer zittere, klingt meine Stimme jetzt stark und selbstsicher. Vinzent bleibt stehen und sieht mich neugierig an.

»Gewonnen ist gewonnen«, sage ich und blicke ihm direkt in die dunklen Augen. »Ich bin bereit, meinen Teil zu erfüllen, wenn du das noch möchtest.«

Ungläubig kneift er die Augen zusammen. »Du… willst mit mir schlafen?«

»Nein«, sage ich entschlossen, »Ich will dass du mich fickst… vor den Augen von Alex!«

Er schüttelt den Kopf. »Ich glaube wirklich nicht, dass das eine gute…«

»Doch«, falle ich ihm entschlossen ins Wort.

»Aber du weißt doch gar nicht, worauf du dich einlässt!«

»Ich war mir noch nie so sicher!«

Weil Vinzent noch immer nicht überzeugt ist, mache ich einen Schritt auf ihn zu. Lege meine Hände um seinen Hals und stelle mich auf die Zehenspitzen, um ihm ins Gesicht sehen zu können.

»Bitte tu es«, verlange ich.

Noch bevor er reagieren kann, hauche ich ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen, lächle ihn an, als ich mich wieder von ihm löse. Schon im nächsten Moment spüre ich seine Hand in meinem Haar, die mich wieder an ihn heranzieht. Seine Lippen, die erneut nach meinen suchen. Diesmal küsst Vinzent mich richtig und er ist dabei so zärtlich, so leidenschaftlich und gleichzeitig so wild, dass mir sprichwörtlich die Luft wegbleibt. Ich muss an die vielen Küsse mit Alex denken. Im Schwimmbad, daheim, draußen im Wald. Küsse, die ich als liebevoll und zärtlich in Erinnerung habe. Küsse, zwischen denen er mir immer wieder schöne Dinge ins Ohr geflüstert hat. Du bist mein Ein und Alles. Ich würde Alles für dich tun. Verlogenes Arschloch!

Ich schiebe den Gedanken an meinen zukünftigen Exfreund beiseite und schließe die Augen. Gebe mich dem sinnlichen Zungenspiel hin, in das mich Vinzent verwickelt. Seine Küsse werden immer leidenschaftlicher, die Finger graben sich tiefer in meine Mähne, bevor sie neugierig über meinen Nacken streichen und schließlich meinen Rücken hinunter wandern. Obwohl hier im Schlafraum raue Temperaturen herrschen und ich bloß Dessous trage, wird mir schlagartig warm. Ich kann spüren, wie jede seiner Berührungen einen heißen Blitz durch meinen Körper tanzen lässt. Wie es in mir zu kribbeln beginnt, als er mit einer Hand meinen Büstenhalter öffnet.

Mit einer schnellen Bewegung schleudert er meinen BH in die Ecke. Ich folge seinem Blick auf meine nackten Brüste.

»Hübscher Vorbau«, lächelt er und legt seine großen Hände fast schützend darauf.

Einen Moment lang sehen wir uns nur an, seine Finger auf meiner nackten Haut, meine Nippel, die sich klein und fest dagegen pressen. Dann beginnt er, meine Brüste zu streicheln und mit sanftem Druck zu kneten.

Das Kribbeln in meiner Mitte wird heftiger und mein Herz klopft jetzt so wild gegen seine Hand, dass ihm das unmöglich verborgen bleiben kann. Etwas verlegen lächle ich ihn an, wohl bewusst, dass meine Wangen längst ein beschämtes Zinnoberrot angenommen haben. Ihm scheint es egal zu sein, mehr noch, er wirkt erfreut über die Reaktion meines Körpers. Ein freches Grinsen schleicht sich auf seine Lippen, als er seine Hände von meinen Brüsten nimmt, jedoch nur um im nächsten Moment nach meinen Brustwarzen zu greifen. Ein kleiner Kniff lässt mich überrascht nach Luft japsen und bringt meine Nippel dazu, sich noch steiler aufzurichten. Meine Hormone spielen verrückt. Ich spüre, wie sich alles in mir zusammenzieht und wie sich die Erregung gleichzeitig von meiner Mitte aus in den gesamten Körper ausbreitet. Wie sie sich durch meine Adern schleicht und jeden Winkel von mir erreicht. Von den Fingerspitzen bis zu den Zehen und hoch in die Haarwurzeln.

Vinzent zieht mich so ruckartig an sich, dass meine Brüste fest gegen seine Muskeln klatschen. Er beginnt erneut, mich zu küssen, streichelt über mein Haar und meinen Nacken und schließlich etwas weiter über die Wirbelsäule nach unten. Als er mit beiden Händen an meine Pobacken fasst, um sie sanft zu drücken, ist es endgültig um mich geschehen. Ich stehe so unter Strom, dass ich befürchte, zerspringen zu müssen. Aber das ist nicht das einzige neue Gefühl. Ich kann spüren, wie sich mein Geschlecht lustvoll zusammenzieht. Und wie mein Höschen immer feuchter wird, vor lauter Verlangen.

Er sieht mir fest in die Augen, als er langsam seine Hand in meinen Tanga schiebt. Ein leises Seufzen entkommt mir, als er mein Intimstes berührt. Seine Finger sind angenehm warm, dennoch löst seine Berührung auf meiner Haut ein süßes Prickeln aus. Ich halte den Atem an, als sich seine Hand vorwärts bewegt, sich weiter in mein Höschen schiebt. Verdammt ist das geil! Als er mit dem Daumen meine Perle streift, kann ich ein kleines Stöhnen nicht unterdrücken. Es ist zu viel für mich, der Reiz ist einfach zu groß! Ungerührt macht Vinzent weiter, teilt mit seinen Fingerspitzen meine Spalte und reibt mit sanftem Druck über mein Geschlecht, ohne den Blick von meinen Augen zu lassen. Dann ist sein Finger plötzlich in mir und ich quietsche erschrocken auf.

Er küsst mich und beginnt gleichzeitig, sich in mir zu bewegen. Mich auf das vorzubereiten, was bald kommt. Noch wäre es möglich, das Ganze abzublasen. Einen Moment lang überlege ich auch, genau das zu tun. Es wäre vernünftig. Erwachsen. Die richtige Entscheidung. Doch als sein Finger, diesen einen, ganz besonderen Punkt erreicht, ist mir längst klar, dass ich heute nicht vernünftig sein will.

»Bereit?« Vinzent sieht mich fragend an. Ich nicke und lasse mich von ihm zurück nach unten zur warmen Stube führen. Mein Puls rast vor lauter Aufregung, ich kann noch immer nicht glauben, was ich da mache. Mein erstes Mal, mit einem Fremden! Noch dazu vor den Augen drei anderer Männer! Das ist keine Liebe, es ist Wut. Hass. Rache!

»Warte!« Kurz vor der Tür bleibe ich stehen und halte Vinzent zurück.

»Hast du es dir anders überlegt?«

Ich schüttle den Kopf. »Nein, aber ich möchte dich um etwas bitten.«

Er nickt verständnisvoll: »Alles, was du willst.«

»Sei nicht vorsichtig«, sage ich entschlossen. »Ich will, dass du dich nicht zurückhältst, sondern dass du über mich her fällst, egal was da drinnen passiert!«

»Egal was?« Er zieht amüsiert die Augenbrauen hoch.

»Egal was!«, sage ich mit fester Stimme. Ich muss das jetzt klarstellen, weil ich befürchte, dass mich schon in wenigen Augenblicken der Mut wieder verlassen könnte und ich will auf keinen Fall einen Rückzieher machen. Ich will das durchziehen, denn das hat Alex verdient!

»Also gut«, sagt Vinzent und greift nach der Türschnalle. »Ich hab dich wohl völlig falsch eingeschätzt, meine Schöne.«

»Warte!«

Ich versuche ihn erneut zu stoppen, weil ich mehr Zeit brauche um mich vorzubereiten. Doch diesmal bin ich zu langsam. Ich kann bloß noch zusehen, wie die Tür vor uns langsam aufgeht und wie die Gespräche verstummen. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals, als die anderen uns ansehen. Die Blicke sind neugierig. Fragend. Gierig, als sie über meinen mehr oder weniger nackten Körper wandern. Bernd hat meine Brüste ins Visier genommen, Claudio mustert eingehend meine Beine und bleibt schließlich an meinem Höschen hängen. Unsicher mache ich einen Schritt zurück und versuche, mich hinter Vinzent zu verstecken. Alex ist weiß wie ein Gespenst und wagt noch nicht einmal, seinen Blick in die Nähe meiner Augen zu richten.

»Seid ihr schon fertig?«, bricht Bernd schließlich die Stille

»Das ging aber schnell«, lästert Claudio. Ein scharfer Blick von Vinzent bringt ihn zum Schweigen.

»Ich hab’s mir anders überlegt«, sagt er und schiebt mich direkt in die Mitte. »Die Kleine ist viel zu scharf, um sie euch vorzuenthalten.«

 

Aus dem Augenwinkel kann ich sehen, dass Alex kurz vor einem Herzinfarkt steht, während Claudio ein lüsternes Grinsen aufzieht. »Du… willst… sie mit uns teilen?«, fragt er ungläubig.

»Ihr dürft zusehen«, entgegnet Vinzent so bestimmt, dass nicht einmal Bernd einen weiteren Versuch wagt.

Und noch bevor ich reagieren kann, packt er mich erneut an der Hand, dreht mich herum und wirft mich bäuchlings über den Tisch, so als ob ich überhaupt nichts zu sagen hätte. Dass dabei ein paar Becher umkippen und der Inhalt quer durchs Zimmer spritzt stört niemanden. Dass ich erschrocken loskreische auch nicht.

»Sei still«, fährt mich Vinzent mit so ernstem Ton an, dass ich glatt Angst kriegen könnte, wüsste ich nicht, dass alles bloß Show ist. Mit einer Hand drückt er mich nieder, während die zweite nach meinem Höschen greift und es einfach zerreißt.

Einen Moment lange bleibe ich still liegen, wage nicht, mich zu bewegen und auch nicht, den Kopf zu heben. Ich weiß, wenn ich aufsehe, würden mich die notgeilen Blicke von Claudio und Bernd treffen, die es gar nicht mehr erwarten können, meiner Entjungferung beizuwohnen. Ich höre sie johlen, als hinter mir ein Reißverschluss geht. Zweifelsohne beklatschen sie gerade ihren Freund, der sein bestes Stück auspackt. Die Stimmen werden lauter, als er einen Schritt auf mich zumacht. Das Gegröle heftiger.

»Fick sie«, ruft einer.

»Zeig’s der kleinen Schlampe!«, ein anderer.

Nur Alex hat es längst die Sprache verschlagen.

In mir steigt die nackte Panik hoch. Wird es weh tun? Wenn man den dummen Sprüchen glaubt, die Bernd vorhin von sich gegeben hat, dann ist Vinzent mehr als nur gut bestückt. Zu gut für meine unberührte Muschi? Ich kann spüren, wie sich Schweißperlen auf meiner Stirn bilden und wie ich verkrampfe, als ich seine Hand an meiner Hüfte spüre.

»Entspann dich, Kleines«, höre ich eine Männerstimme, »ist besser für dich!«

Ich versuche mich zu entspannen. Ich versuche ruhig zu bleiben. Doch dagegen, dass mein Herz inzwischen pocht wie ein Kraftwerk, kann ich nicht das Geringste unternehmen.

Mit zartem Druck schiebt Vinzent meine Beine etwas weiter auseinander, so dass er guten Zugang hat. Ich spüre, wie seine Hand zärtlich über meine Schenkel streichelt. Eine kleine Geste, die keiner außer mir wahr nimmt, die aber ausreicht, um mich etwas zu beruhigen. Er wird vorsichtig sein, rede ich mir ein. In der nächsten Sekunde liegt seine Hand auf meinem Geschlecht und verteilt meine eigene Feuchtigkeit überall zwischen meinen Beinen. Mir wird heiß, als er mich dort unten berührt. Es fühlt sich gut an. Berauschend, genau wie vorhin im Zimmer. Und noch aufregender und versauter, weil nun alle dabei zusehen.

 

Ich hebe meinen Kopf im selben Moment nach oben, als Vinzent einen Finger in mein enges Loch bohrt. Meine Lippen sind geöffnet, ich schnappe nach Luft. Und dann sehe ich meinem Freund Alex direkt in die Augen. Sein Blick ist noch immer entsetzt, mit starrer Miene beobachtet er, was mit mir passiert. Dass es noch immer möglich wäre, einzugreifen und um meine Ehre zu kämpfen, scheint er zu vergessen. Doch so leicht lasse ich ihn nicht davon kommen. Ich halte seinen Blick fest, als Vinzent seine Finger zurückzieht und starre ihn an. Wir beide wissen, was jetzt kommt.

»Steck ihn endlich rein!«, höre ich Bernd erneut grölen, doch ich nehme seine Ausrufe nur noch durch einen Schleier wahr. Es ist ein anderes Gefühl, dass gerade alle meine Sinne fordert. Das Gefühl, zum allerersten Mal von einem Schwanz an meinem Intimsten berührt zu werden. Noch ist die Berührung zart. Vorsichtig. Doch allein schon die Gewissheit, dass es die breite Eichel von einem nahezu Fremden ist, die sich da so zärtlich an meine Pussy schmiegt, lässt meinen Puls endgültig ausrasten. Ich zittere am ganzen Leib und Vinzent muss beide Hände einsetzen, um mich in dieser entwürdigenden Position festzuhalten.

»Schluss damit!«

Alex ist aufgesprungen und macht einen Schritt auf uns zu. Zum ersten Mal sehe ich Entschlossenheit in seinem Gesicht, vermischt mit Ärger. Einen Moment lang starren ihn die anderen überrascht an. Keiner hat mehr mit seinem Protest gerechnet.

»Es reicht!«, höre ich seine zitternde Stimme an Vinzent gerichtet. »Lass sie los!«

Weil der nicht reagiert, macht er noch einen Schritt auf uns zu und versucht ihn wegzustoßen.

»Weg von ihr, verdammt!«, höre ich ihn noch kreischen, als er Vinzent schubst, aber schon im nächsten Moment sehe ich aus dem Augenwinkel, wie sich Claudio und Bernd auf meinen Freund stürzen und ihn zurück zerren.

»Hinsetzen, Kleiner«, bestimmt Bernd. »Du hattest deine Chance. Verspielt ist verspielt!«

Ich sehe Alex die Hände heben, ihn abwehren, doch gegen die beiden hat er keine Chance. Noch bevor er sich schützen kann, fliegt Bernds Faust in seinen Magen und ich höre ihn aufstöhnen. Dann zerren ihn die Jungs zurück auf die Bank. Die Szene kommt mir surreal vor, wie in einem schlechten Film. So, als ob es nicht Alex und ich wären, um die es hier geht.

 

Erst Vinzents Finger an meiner Pussy holen mich zurück in die Realität. Er lässt sich Zeit, spielt mit mir. Und mir ist klar, dass ich das Ganze jetzt noch immer abbrechen könnte. Ich hätte Alex eine Lektion erteilt, keine Frage. Und ich würde aus der Sache trotzdem fein rauskommen. Alles was ich tun müsste, wäre den Mund zu öffnen und etwas zu sagen. Jetzt.

Ich spüre Vinzents Daumen an meiner Perle, wie er sie sanft umkreist, sie zärtlich, fast liebevoll verwöhnt. Seinen Handballen, der sich auf mein Geschlecht presst und von dort aus kleine Stromstöße durch meinen Körper schickt.

»Sag endlich Stopp!«, drängt die Stimme in meinem Kopf.

Ich versuche den Mund zu öffnen. Ihn aufzuhalten. Doch alles was ich hervor bringe ist ein leises schnurren. Ein heißeres Stöhnen, als sich sein Finger erneut in mein enges Loch drängt.

Das hier ist aufregend und neu. Spannender, als ich mir mein erstes Mal je vorgestellt hatte. Und obwohl die Stimme der Vernunft in meinem Kopf gegen die Wand rennt, drücke ich den Rücken durch und strecke Vinzent wollüstig meinen Hintern entgegen.

Er nimmt die Einladung an, umklammert meine Hüften und schiebt sich ein Stück weiter an mich heran. Wieder spüre ich die Spitze seiner gewaltigen Männlichkeit an meiner Muschi. Aber dieses Mal gibt es kein Zurück.

Ich weiß, was folgt und beiße vorsorglich die Zähne zusammen. Schlage meine Fingernägel in den rauen Holztisch, um etwas Halt zu finden. Und dann spüre ich plötzlich, wie sich Vinzent das erste kleine Stück in mich hineinschiebt und mir bleibt der Mund offen stehen vor lauter Schock.

Er ist vorsichtig, das muss man ihm lassen. Aber er ist auch viel größer, als ich befürchtet habe!

Er wird mich zerreißen, geht es mir durch den Kopf. Das kann unmöglich gut gehen!

Fast panisch kralle ich mich am Tisch fest, während er den Druck langsam verstärkt. Mein Körper kämpft tapfer gegen den Eindringling an. Trotzt ihm, so lange es geht. Aber so leicht gibt Vinzent nicht auf. Ich beiße die Zähne fester zusammen. Bemühe mich, tapferer zu sein. Doch als er schließlich mit einem letzten, festen Stoß meinen Widerstand bricht und sich vollständig in mich hineinschiebt, kann ich mich nicht mehr halten. Es fühlt sich an, als würde er mich aufspießen. Mich in tausend Stücke zersprengen. Und der Schmerz kommt so plötzlich, dass ich einen lauten Schrei ausstoße.

Ich sehe, wie Alex erneut versucht aufzuspringen und wie ihn die anderen wieder zurückhalten. Es ist ruhig in der Stube, alle starren mich mit großen Augen an, während ich verzweifelt versuche, mich an den brutalen Eindringling zu gewöhnen. An seine enorme Länge und den gewaltigen Umfang. Ich spüre nur zu gut, wie er mich mit jeder noch so kleinen Bewegung dehnt. Wie er mich reibt und scheuert, während er sich langsam in mir vor und zurück schiebt. Aber ich spüre auch, wie das Brennen langsam weniger wird. Wie der Schmerz abnimmt und von einer völlig anderen, heftigeren Sensation überlagert wird.