9783961223091.jpeg

Über die Autorin

Diane Comer ist Autorin, Dozentin und Mitgründerin von Intentional Parents, einer Organisation, die Eltern dabei hilft, den christlichen Glauben mit ihren Kindern zu leben. Zuvor war sie gemeinsam mit ihrem Mann über viele Jahre als Gemeindegründerin tätig und ist nun an seiner Seite in einer Kirche in Portland/Oregon aktiv. Die beiden haben vier gemeinsame und mittlerweile erwachsene Kinder.

18709.jpg

STIMMEN ZUM BUCH

„Ich kenne Diane und ihren Mann Phil seit vielen Jahren – genau genommen seit ihrer ersten Verabredung. Das war vor ihrer Ehe, bevor sie Eltern wurden, und bevor Dianes Gehörlosigkeit begann. Ich hatte das Vorrecht und die Freude mit anzusehen, wie ihre Geschichte ablief und wie Gott mittendrin am Werk war. Ich sah, wie sie die Verwirrung und die Herausforderungen der Gehörlosigkeit durchlebte und tief in die Fragen eintauchte, die unweigerlich damit verbunden waren. Diane sieht diese Geschichte als eine Geschichte des Versagens, ich dagegen betrachte sie als eine Geschichte siegreichen Glaubens. Gott mitten im Sturm zu vertrauen, ist selten eine einfache, glatte Angelegenheit. Meistens ist unser Glaube im Sturm durcheinander, voller Beulen und Täler und Fragen und Kummer. Dianes Glaube und ihre Beziehung zu ihrem Schöpfer waren in physische Stille eingehüllt. Wenn Sie ihre Geschichte lesen, werden Sie nicht unberührt bleiben. Ich bin davon überzeugt, dass ihre Geschichte Sie zum Nachdenken über Ihr eigenes Verständnis von Gott anregen wird.“

Luis Palau, Evangelist und Autor

„Diane Comer zieht den Leser mit ihrer tiefgründigen Beschreibung ihrer plötzlich eingetretenen Welt der Stille in ihren Bann. Ihre Prosa hat dichterische Qualität. Sie erzählt auf fesselnde Weise von der Veränderung eines normalen Lebens, in dem sie Vogelgezwitscher, das Rauschen von Regen, das Weinen von Babys und das Flüstern ihres Geliebten hören konnte, zu einem Leben der Stille. Nachdem sie das Lachen ihrer Freundinnen, das Singen ihres Mannes und die Stimme ihrer ‚Mama‘ rufenden Kinder hatte hören können, glitt sie in eine Welt der Stille hinein. Die wenigsten von uns denken je über die Realität völliger Gehörlosigkeit nach, doch Diane berichtet so eindrücklich darüber, dass wir in ihre geräuschlose Welt hineingezogen werden. Wenn sie weint, weinen auch wir. Wenn sie zweifelt, zweifeln auch wir. Wenn ihr Glaube Feuer fängt, entzündet sich auch unser Glaube. Es ist verblüffend, wie wir gemeinsam mit ihr Gott in der Stille hören. Was hat Gott gesagt? Um mich Stille, in mir Gott antwortet auf diese Frage. Entdecken Sie selbst, warum Diane, nachdem sie durch ein Wunder der Wissenschaft ihr Gehör zurückerhielt, sich täglich abkoppelt, um ihre Welt der Stille wiederzufinden.“

Emerson und Sarah Eggerichs, Autoren von
„Liebe und Respekt“

„Vielleicht haben Sie sich (wie die meisten von uns) schon folgende Fragen gestellt: Sieht Gott mich? Möchte er mit mir sprechen? Ist es möglich, ihn zu mir reden zu hören? Dianes packend und wundervoll geschriebene Geschichte dringt zum Kern der Sache vor, was es bedeutet, Gott tief und vertraut in der Stille und im Lärm der guten, schwierigen und alltäglichen Momente unseres Lebens zu kennen.“

Dan und Becky Kimball, Autoren und
Pastoren der Vintage Faith Church

„Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, überragt eine besondere Erinnerung alle anderen Momente: Morgen für Morgen ging ich die Treppe hinunter und sah meine Mutter in ihrem Sessel sitzen, die Bibel geöffnet, einen Stift in der Hand, konzentriert und zugleich gedankenverloren. Sie hörte die eine Stimme, die ihre Taubheit durchdringen konnte. Meine Mutter lehrte mich, wie man auf Gott hört – dieses Buch wird dasselbe für Sie tun.“

John Mark Comer, Pastor und Autor in Bridgetown

Um mich Stille, in mir Gott ist eine wundervolle Lektüre. Dianes unverhohlene Verletzlichkeit sorgt dafür, dass man sich sofort von ihrer Geschichte fesseln lässt – sie spricht offen über ihre Unsicherheiten und Kämpfe in Sachen Vertrauen, Glauben und Begreifen. Ihre Ehrlichkeit ermutigt uns dazu, die Stille zu suchen und wertzuschätzen, Raum für ein tieferes Begreifen unserer eigenen Reise zu finden und den Einen, der in der Stille spricht, intensiv zu suchen. Es geht darum, dort Schönheit zu sehen, wo scheinbar keine ist, und durch Zweifel hindurch zu glauben und einer wilden Hoffnung nachzujagen. Ich empfehle dieses Buch wärmstens!“

Sarah A. Dubbeldam, Mitgründerin, Chefredakteurin und
Creative Director von „Darling Magazine“

„Diane Comers persönliche Reise von einem enttäuschten ‚guten‘ Mädchen zu einer Frau Gottes zeigt, wie kraftvoll der Heilige Geist mitten in einem tragischen Verlust zum Zuge kam, als die Augen des Glaubens taube Ohren öffneten, um die kraftvoll-sanfte Stimme des Allerhöchsten zu vernehmen. Sie werden in tiefe Vertrautheit mit Gott selbst geführt werden.“

Gerry Breshears, Doktor der Philosophie, Theologieprofessor am Western Seminary, Portland, Oregon

Für Phil.

Du hast mich während all der Zeit geliebt.

Und für John Mark, Rebekah, Elizabeth und Matthew.

Dies ist die ganze Geschichte.

INHALT

Vorwort

1. Wie alles begann

2. Regeln einhalten

3. Angst und Wut

4. Von der Schönheit eines Nein

5. Worauf es ankommt

6. Schätze in der Dunkelheit

7. Die Kontrolle abgeben

8. Zum Zuhören gelockt

9. Das Trommeln des Regens

10. Ein hörendes Herz

Ein Wort des Dankes …

Anmerkungen

VORWORT

Ich lebe in einer Welt der Stille.

Zwar umgeben mich Geräusche, doch ich höre nichts.

Kein Zwitschern, kein Läuten, kein Rascheln im Wind. Keine Glocken, kein Klingeln, kein Klopfen oder Hupen. Wenn es an der Tür läutet und der Hund bellt, höre ich das nicht. Und wenn der Rauchmelder im Dunst einer angebrannten Mahlzeit, die zu lange geköchelt hat, mit schrillem Alarmton losgeht, hantiere ich in der Küche weiter achtlos herum.

Das Flüstern eines Kindes ist mir abhandengekommen. Wenn mein Mädchen mich augenzwinkernd mit ihren kleinen Fingern zu sich zieht, um mir ein Geheimnis zuzuflüstern, bleibt es für mich vollkommen still. Wie sehr wünschte ich, sie würde es noch einmal wiederholen – und noch mal, bis ich es verstanden habe.

Ich sehne mich danach, meinen Mann zu hören, meinen Geliebten, denjenigen, der das mit mir teilt, was niemand sonst mitbekommt. Jene zärtlichen, intimen Worte, die Glückseligkeit der Ekstase, wenn zwei Liebende eins werden, begleitet von all den innigen Lauten der Leidenschaft. Ich vermisse das. Und ich sehne mich danach.

Das Plätschern des Wassers am Ufer, das Knistern des wärmenden Feuers, das Rascheln von Laub unter den Füßen.

Ich empfinde Leere in mir, weil ich weder die Regentropfen auf dem Dach noch das unruhige Flattern eines Kolibris zu hören vermag. Selbst das tiefe, Furcht einflößende Tosen eines Sturms, der draußen vor meinem Fenster mächtig am Frühlingshimmel braust, fehlt mir; das Majestätische der Natur wirkt fade durch meine stille Ohnmacht.

Die Stille meiner Welt pocht stattdessen mit Geräuschen, die ich nicht mehr hören kann – Geräuschen, die mich nicht länger herbeirufen, warnen, erfreuen oder besänftigen.

Denn ich bin taub.

Vollkommen, unwiderruflich, unheilbar taub.

Und dies ist meine Geschichte. Die Geschichte, wie ich mein Gehör verlor, wie ich beinahe meinen Glauben verloren hätte und wie ich gefährlich nahe daran war, alles zu verlieren, was mir lieb und teuer war.

Es ist auch die Geschichte davon, wie Gott mich aus meiner Grube herausholte, in die ich mich so gnadenlos eingebuddelt hatte, wie er den ganzen Schmutz meines Misstrauens gegenüber Gott fortbürstete und meine Füße neu auf festen Grund stellte.

Auf Jesus selbst.

Doch meine Geschichte ist nicht schön. Ich wünschte, sie wäre es.

Ich wünschte, ich könnte Ihnen erzählen, mein Glaube habe sich in den Stürmen des Lebens als tragend erwiesen. Dass ich in all den Jahren der selbst auferlegten Disziplin und des Tuns der richtigen Dinge gelernt hätte standzuhalten für Zeiten, in denen ich mich Schwierigkeiten gegenübersah. Ich wünschte, Sie könnten stolz darauf sein, wie ich mit großer Not umging, sodass Sie meinem bewährten Beispiel folgen können und Sie Ermutigendes entdecken, wenn Ihnen selbst Schweres widerfährt.

Doch das wäre eine Lüge und ich habe genug Lügen gelebt.

Meine Geschichte ist vielmehr eine Geschichte völligen Versagens – und von Gottes unablässiger Treue, mit der er trotzdem an mir festhielt. Sie erzählt davon, wie Gott mir nachging und wie ich mitten in meiner hässlichen Krise flüchtige Blicke auf Schönes erhaschen konnte, die mich nach mehr ausstrecken und sehnen ließen. Nach etwas, das mir fehlte.

Meine Geschichte erzählt davon, wie man in der Stille auf Gott hören lernt. Wie ich herausfand, wie er spricht, warum mir so viel entgeht und wie ich ihn besser, klarer und näher hören kann.

Wissen Sie, während ich meine Geschichte niederschreibe, werde ich auch all das Hässliche meines verborgenen Ichs offenlegen, weil ich getrieben bin von der Hoffnung, dass der Eine, der mich gerettet hat, der Eine, dessen Stimme ich zutiefst lieben lernte, auch zu Ihnen sprechen wird.

Und ich bete, dass Sie zuhören.

Denn ich habe gelernt, dass er in der Stille spricht.

Von ganzem Herzen,

Diane