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FRANK FREIMUTH

AUS MEINEM GARTEN

Gedichte

tredition

© 2018 Frank Freimuth

Verlag und Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

Paperback978-3-7469-1709-2

Hardcover978-3-7469-1710-8

e-Book978-3-7469-1711-5

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Prolog

Rosen

Fränkische Blumen

Alte Bäume

Früchte, süß und sauer

Unkraut

Ableger

Verzeichnis der Gedichte

Prolog

Geschichten will ich dir erzählen,

die uns an viele Orte führen,

will dich und mich im Geist vermählen,

will dich mit Wort und Klang berühren.

All das, was ich dir schrieb, war einmal mein,

der Sinn, den du erliest, ist gänzlich dein.

Rosen

DIE LIEBEEIN TRAUM *

Am ersten Tag schon nahmst du mich gefangen,

besetzt mich seither Tag und Nacht,

und wenn ich dich nur einmal nicht erträume,

machst du aus meinen Schlaf zermürbte Wacht.

Im Traum hab ich dich tausendmal geküsst,

zärtlich liebkost und viel gewagt;

dein Blick verriet mir, dass du glücklich bist,

dein Mund hat mir Unsagbares gesagt.

So sehr ist jede Nacht um dich gewebt,

so sehr ist mein Dich-Träumen eingeübt,

dass mich dein Anblick ohne Halt durchschwebt,

und mir die Ahnung sagt, ich habe dich zerliebt,

zerliebt zu einem Kunterbunt von Schemen

im Tanze um ein Du, das es nicht gibt.

* für R.D.

JEDEN ABEND

Jeden Abend, jeden Morgen

Sehe ich dein Bild mir an,

Sehe Schönheit und, verborgen,

Was nur ich drin lesen kann.

DEIN LÄCHELN

Manchmal fühl ich mich bescheiden,

deprimiert und ohne Mut,

doch dann sehe ich dein Lächeln,

und ich weiß, der Tag wird gut.

FLUGANGST

Wenn du nun in die Ferne fliegst

und nicht mehr meine Welt verbiegst,

wird alles, wie es schon mal war,

und was ich tu zu sonnenklar.

DER REGEN

Es war schon weit nach Mitternacht,

der Regen prasselte wild,

da bin vom Lärm ich aufgewacht

und malte mir dein Bild.

DU LIEBST NUR MICH

Du liebst nur mich, das sagst du Tag und Nacht,

doch jedes Mal, wenn ich dich lieben wollte,

war ich nicht der, der ich dir werden sollte.

Bin ich dereinst das Bild, das du erdacht?

MESSAGES

Gestern kam ein Herzchen

und heute ein Gesicht,

er fühlte sich gehalten

so warm wie ein Gericht

NACH EINEM BILD WIE VON HOPPER

Als ich die Bar betrat, gelockt vom Lichterschein,

um noch ein Bad zu nehmen in Stimmen und Gesichtern,

saß sie allein am Tisch vor einem Wein,

zurückgelehnt, abseits von grellen Lichtern.

Sie war nicht jung, nicht alt, mit vollen Lippen,

rot leuchtend angemalt im länglichen Gesicht;

am hochgeschlagenen Bein ein leichtes Wippen,

und mit der Ruhe, die für Gleichmut spricht.

Sie war mir fremd, doch irgendwie auch nicht,

vertraut wie jemand, den man ewig lang nicht sah,

mit dem man trotzdem über alles spricht,

der lange weg war und doch immer da.

Vergeblich, meine Neugier zu verstecken,

denn sie erspürte mich und wandte sich zu mir;

und als die klugen Augen mich ergriffen;

war mir, als stünde ich entblößt vor ihr.

Ihr Blick begann in mich zu tauchen,

so tief hinab, dass ich ihn spürte,

als er das lang Versteckte fand

und es mit sanfter Hand berührte.

Ich ging zu ihr, entlang an diesem Blick,

als wäre er ein unsichtbarer Strick.

DER WILDE TRAUM

Wenn wir uns wiedersehen,

nach ewiglanger Zeit,

will ich dich endlos küssen,