001

001

Inhaltsverzeichnis
 
 
 

Gewidmet meiner lieben Frau Alex, die mich tatkräftig unterstützt hat. Und meinem kleinen Sohn Oskar, der mich zunehmend mit Fragen bombardiert – allerdings nicht über Musik, sondern über Bagger und Betonmischer.

I.
DER VORHANG ÖFFNET SICH
002
Der Quiz-Moderator tritt vor das Publikum und begrüßt die Ratekandidaten -
 
Gespräch zum Aufwärmen,
Erklären der Regeln – und los geht’s
 
 
Ernste und komische Oper, Tragödie und Komödie liegen gelegentlich so nah beieinander wie die Antworten in Günther Jauchs Quizshow »Wer wird Millionär?«. Im Prominenten-Special sitzt an diesem Abend Fernsehmoderatorin Kim Fisher auf dem heißen Stuhl. Seit Minuten brütet die telegene Blondine über der kniffligen 500 000-Euro-Frage:
Wer gilt als Erfinder der Schallplatte?
Als Lösungen stehen zur Auswahl:
a. Thomas Alva Edison
b. Emil Berliner
c. Albert Einstein
d. Artur Fischer
Doch Frau Fisher kommt nicht auf die richtige Lösung. Selbst Showmaster Jauch gesteht ehrlich, er wisse keinen Rat. Auch die anderen Berühmtheiten in der Runde – Komiker Mike Krüger, Grünen-Politiker Rezzo Schlauch, TV-Transvestit Lilo Wanders – wiegen zögerlich die Köpfe. Die TV-Dame muss schließlich passen und erspielt nur 250 000 Euro für den wohltätigen Zweck der Sendung. Ein achtbarer, aber verbesserungsfähiger Erfolg.
Tags darauf mokieren sich in den einschlägigen Internet-Foren schon die selbst ernannten Quiz-Experten über die »tragische Lachnummer«. Was lernen wir daraus?
a. Richtig wäre natürlich Emil Berliner als Antwort gewesen.
b. Im Grundwissen über klassische Musik klaffen in der Kulturnation Deutschland dramatische Lücken.
c. Besonders tief sind diese Lücken offenbar unter deutschen Fernsehpromis.
d. Dieses Buch kann deshalb unter Umständen sogar Millionen wert sein.
Bitte einloggen: a) bis d) – alle vier Antworten treffen zu.
 
Der Physiker Einstein mag ein hervorragender Geiger und findiger Kopf gewesen sein, der unter anderem einen speziellen Kreisel-Kompass entwickelte. Der Tüftler Fischer hat neben Hunderten anderen Dingen auch den nach ihm benannten Dübel erdacht. Dem Amerikaner Edison verdanken wir ein Grammophon mit Tonträgern in zylindrischer Form. Doch die Schallplatte als erstes wirkliches Massenmedium zum Abspielen von Musik geht eindeutig auf das Konto des deutschen Erfinders Emil Berliner. Sein Patent diente ihm später als Grundstock für die Plattenfirma »Deutsche Grammophon Gesellschaft«, die bis heute Marktführer auf dem Sektor der klassischen Musik- und Opernaufnahmen ist.
 
Was Jauch, Fisher und die anderen Zelebritäten nicht wussten, kann die Leser des vorliegenden Buches nach der Lektüre nicht mehr verunsichern. Gesammeltes Wissen aus der großen, weiten Welt der ernsten Musik bündelt unser Bändchen auf unterhaltsame Weise: als Ratespiel. Wer alle Fragen aus dem Stand beantwortet, darf sich als genialer Musik-Champion fühlen. Wer gelegentlich nicht weiterweiß, kann etwaige Lücken spielerisch schließen.
Also setzen Sie sich bequem, platzieren Sie ein Glas Wasser (gerne auch Rotwein) auf Ihrem Pult. Und: Konzentration bitte! Das Saallicht dimmt herunter, dramatische Musik fährt hoch. Der Ratekandidat sitzt in seiner persönlichen Musik-Quizshow. Mehr als 200 Fragen zu Komponisten, Werken, Interpreten und zur Aufführungspraxis hat der Autor zusammengetragen. Mal in offener Form, mal im Multiple-choice-Verfahren. Manchmal sind übrigens auch mehrere der angebotenen Lösungsvorschläge richtig. Und Achtung: Hüten Sie sich vor Fangfragen!
Zur Abwechslung finden Sie am Ende der Rätselstrecke noch zwei Spezialabteilungen: Im Kapitel »Stimmen der Oper« erklären bekannte Künstler wie die Sopranistin Anna Netrebko oder Dirigent Christian Thielemann ihr liebstes Stück Musik – und unsere Kandidaten sollen herausfinden, von welcher Oper die Rede ist. Für die Augenmenschen unter den Klassikhörern folgen danach noch einige Bilderrätsel: Erkennen Sie den Komponisten? Wessen Notenhandschrift können Sie lesen?
 
Zur Lösung der Fragen sind alle Hilfsmittel erlaubt. Schlagen Sie in einschlägigen Lexika oder Musikfachbüchern nach. Googeln Sie im Internet. Versuchen Sie es in Gemeinschaftsarbeit mit Freunden, Bekannten, Verwandten. Rufen Sie einen Telefonjoker mit Expertenkenntnissen an. Alles ist erlaubt – außer Schummeln bei der Punktevergabe. Die Fragen sind nach fünf Schwierigkeitsgraden unterschieden: von ♪ (sehr leicht) bis ♪♪♪♪♪ (sehr schwer). Haben Sie eine Frage vollständig gelöst – also bei offenen Fragen zumindest dem Sinn nach eine umfassend richtige Antwort gefunden -, dürfen Sie sich jeweils einen bis fünf Punkte gutschreiben. Alle Fragen finden Sie im Anhang des Quiz-Durchgangs unter der jeweiligen Seriennummer ausführlichst beantwortet. Am Ende addieren Sie alle erreichten Punkte und lesen in der abschließenden Bewertung nach: Sind Sie ein Klassikexperte, der umgehend ins Kritiker-Fach wechseln sollte? Oder könnten Sie als weniger erfolgreicher Ratekönig zumindest neben Kim Fisher in Jauchs nächster Promisendung bestehen? Wie auch immer Sie bei diesem Musikquiz abschneiden: In unserem umfänglichen Antwortkatalog können Sie Ihren Wissensdurst – sofern überhaupt Schwachstellen bei Ihnen auftauchen – auf komfortable Weise stillen.
 
Und nun bitte: Silentium. Uuuuuund: Auftakt! Viel Spaß beim Kniffeln, Grübeln und Rätseln wünscht Ihnen
 
GREGOR DOLAK
September 2006

II.
AUFTAKT ZUM GROSSEN MUSIKQUIZ
003
Musik erklingt und die Kandidaten raten, wen oder was sie hören -
 
Fragen zu Komponisten
und ihren Werken
 
 
1. KLEINE NACHTMUSIK
Unser gesuchter Mann hat die ganze Welt mit seinen himmelsgleichen Tönen betört. Zugleich aber war das Genie ein Freund deftiger Formulierkunst. In einem seiner Briefe entbietet er einer Verwandten folgenden Gruß: »Iezt wünsch ich eine gute Nacht, scheissen sie ins Beet dass es kracht; Schlafens gesund, reckens den arsch zum mund, ich gehe izt nach schlaraffen, und thue ein wenig schlaffen.« Vom welchem Komponisten stammen die frivolen Worte?
 
2. MANN IM MOND
Romantisch verklärte Titel tragen manche von Beethovens berühmten Werken. Warum nannte der durchaus nicht mondsüchtige Grübelkopf seine Klaviersonate op. 27 in cis-Moll »Mondschein-Sonate«?
a. Weil er sie bei Mondschein komponierte.
b. Weil ihn eine Romanze mit seiner Schülerin Luna Maria zu Werthersheim zu dem schwelgerischen Stück inspirierte.
c. Weil er ursprünglich plante, sie nur in Vollmondnächten zu spielen.
d. Beethoven nannte das Stück gar nicht »Mondschein-Sonate«.
 
3. SCHALL UND RAUCH ♪♪♪♪♪
Wie ist es um Ihr Namensgedächtnis bestellt? Nennen Sie den Vornamen der folgenden Komponisten:
a. Schubert
b. Webern
c. Schostakowitsch
d. Pfitzner
e. Messiaen
f. Scarlatti
g. Britten
h. Mussorgsky
i. Rodrigo
j. Smetana
 
4. PATHETISCH IM MONDSCHEIN ♪♪♪
Ein Meisterpianist hat diese Werke zum »Neuen Testament der Klaviermusik« erklärt. Was im biblischen Sinne die Erneuerung des christlichen Glaubens war, hat Komponist Ludwig van Beethoven für das Spiel an den schwarzen und weißen Tasten geleistet: Seine Klaviersonaten definieren die Kunst am Pianoforte von Grund auf neu. Wie viele Klaviersonaten hat Beethoven geschrieben?
 
5. STERNENMUSIK ♪♪
Nur wenige Stücke des klassischen Werkekanons stehen vor astrologischem Hintergrund. Eigentlich erstaunlich, da doch die Sterne seit Erfindung der Sphärenharmonien durch griechische Philosophen so nah an der Musik angesiedelt sind. Der britische Komponist Gustav Holst hat diese Lücke geschlossen und während des Ersten Weltkriegs seine Orchestersuite »Die Planeten« geschrieben, in der beinahe unser gesamtes Sonnensystem erklingt. Warum aber fehlt in diesem 1919 uraufgeführten Astral-Opus der Planet Pluto?
a. Weil Holst ihn vergaß.
b. Weil Holst in eine Schaffenskrise geriet.
c. Weil Holst den Planeten durch Micky Maus’ Hund Pluto diskreditiert sah.
d. Weil der Planet zum Zeitpunkt der Uraufführung noch nicht entdeckt war.
 
6. HÖREN UND SEHEN ♪♪♪♪
Schon in jungen Jahren bemerkte Ludwig van Beethoven, dass sein Gehör langsam nachließ. Bis heute fasziniert seine Verehrer ganz besonders, dass der aufbrausende Komponist große Teile seines Werkes in völliger Taubheit zu Papier brachte und sie nur mit seinem »inneren Ohr« hören konnte. Welches der folgenden Werke hat Beethoven geschrieben, als er schon völlig ertaubt war?
a. das Streichquartett Nr. 13 B-Dur
b. die Oper »Fidelio«
c. die Sinfonie Nr. 9 d-Moll
d. die Klaviersonate cis-Moll »Mondschein«
 
7. KOBOLDE IM OHR ♪♪
Das jugendliche Genie Felix Mendelssohn Bartholdy landete einen frühen Hit. Inspiriert hat ihn zu diesem Werk, das bis heute zu seinen populärsten zählt, ein berühmtes Theaterstück, für das er eine Art Ouvertüre schreiben wollte. Für welchen Theater-Klassiker hat Mendelssohn Bartholdy diese märchenhaft traumselig schöne Orchestermusik komponiert?
 
8. IM NEBENBERUF GENIE ♪♪
Einen soliden Beruf in der Hinterhand zu wissen ist im wankelmütigen Künstlergewerbe nie verkehrt. Manche Komponisten verdingten sich als Versicherungsvertreter oder als Immobilienmakler. Der italienische Opernkomponist Giuseppe Verdi aber hatte sich in seinem Selbstverständnis einem im Wortsinn irdischeren Broterwerb verschrieben. Was gab Verdi stets als seinen eigentlichen Beruf an?
a. Metzger
b. Schuster
c. Bauer
d. Steuerberater
 
9. EHE-RING DES NIBELUNGEN ♪♪♪♪
Liebesbande quer durch die Klassik-Dynastien treten in der Musikgeschichte eher selten auf. Komponist Richard Wagner dagegen wusste nicht nur die Granden seiner Zunft zu schätzen, sondern auf Brautschau auch deren Sprösslinge. Wessen Tochter war Wagners Ehefrau Cosima?
 
10. BACHS BASSLINIE ♪♪♪♪
Namensgeber eines großen Meisterwerks zu sein sichert zeitlosen Ruhm weit über den Tod hinaus. Wenn auch manche Musikstücke aller Welt bekannt sind, während deren Namenspatrone in Vergessenheit geraten. Siehe Johann Sebastian Bach: Nach wem hat der Barockkomponist die berühmten »Goldberg Variationen« benannt?
 
11. BAROCK’N’ROLL ♪♪♪
Geschichte wiederholt sich nicht. Aber manchmal kreuzen sich die Wege begnadeter Musiker geografisch, selbst wenn sie sich nie begegnen konnten. Welche Musiklegenden verschiedener Epochen wohnten im selben Haus in London?
a. Georg Friedrich Händel und Jimi Hendrix
b. Henry Purcell und Paul McCartney
c. Johann Sebastian Bach und Liam Gallagher
d. Luigi Cherubini und Sid Vicious
 
12. MOZART 2006 ♪♪
Pa-pa-pa-pageno, Figaro und Don Giovanni stimmen die Lobeshymne an, zu Ehren ihres begnadeten Schöpfers: Welches Jubiläum feierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 2006?
a. 250. Geburtstag
b. 150. Todestag
c. 227. Namenstag
d. 200. Geburtstag
 
13. SCHLIMMER FINGER ♪♪♪♪
Übertriebener Ehrgeiz kann einen feingliedrigen Künstler glatt sein Handwerkszeug kosten. Die Folgen sind nicht selten tragisch. Womit ruinierte sich Robert Schumann seine Pianistenkarriere, ehe sie überhaupt richtig begonnen hatte?
 
14. TROMPETENSIGNAL ♪♪♪♪
Die Melodie kennt wohl jeder Fernsehzuschauer. Ihr Schöpfer dagegen ist nur wenigen bekannt. Welcher französische Komponist hat die bei Übertragungen von deutsch-österreichisch-schweizerischen Gemeinschaftsproduktionen zu hörende Erkennungsmelodie der TV-Eurovision geschrieben?
 
15. SCHILLERNDE KLÄNGE ♪♪♪
Mancher Tonsetzer liebt die Dichter seiner Zeit so sehr, dass er ihre Poeme gerne zu Musik verdichtet. So schufen die Klassiker über die Genregrenzen hinweg Synergien, die beide Sphären befruchteten. Klangvolle Worte fanden Verstärkung durch imposante Töne, große Musik betonte Texte, die deren Wirkung steigerten. In einem Fall ist die Symbiose sogar zur heimlichen deutschen Nationalhymne aufgestiegen: Welches Schiller-Gedicht vertonte Beethoven in seiner Neunten Sinfonie?
 
16. KRIEG IM KONZERTSAAL ♪♪
Im Laufe der Musikgeschichte steigerten die Komponisten die Klangfülle ihrer Werke durch immer neue Instrumente. Sie erweiterten ihre Orchester durch Bläser, Streicher, Schlagwerk. Einer aber wollte noch durchschlagender klingen als alle anderen: Welcher russische Komponist reihte sogar Kanonen ins Instrumentarium des Orchesters ein?
a. Peter Tschaikowsky
b. Dimitri Schostakowitsch
c. Modest Mussorgsky
d. Witold Lutoslawski
 
17. EPOCHALE REIHE ♪♪♪♪
Gewusst wann. Sortieren Sie folgende Werke nach der Reihenfolge ihrer Entstehung:
Gustav Mahler
»Kindertotenlieder«
György Ligeti
»Atmospheres«
Franz Schubert »Die schöne Müllerin«Claude Debussy »La mer«
Wolfang Amadeus Mozarts Jupiter-SinfonieLudwig van Beethoven Fünfte Sinfonie
Johann Sebastian Bach »Das wohltemperierte Klavier«
 
18. MUSIKER SO WEIT DAS AUGE REICHT ♪♪♪
Massenaufläufe im Konzertsaal sind schwer zu kontrollieren. Entsprechend diffizil gestalten sich die Proben zur »Sinfonie der Tausend«. Eine personalwirtschaftliche Meisterleistung. Welcher Komponist hat die vielstimmige Vielharmonie geschrieben?
 
19. KOPFLOSES GENIE ♪♪♪♪
Über Jahre herrschte Streit über den Kopf des Genies. Ist es seiner oder nicht – eine erschöpfende Antwort auf diese Frage konnte bis dato nicht gefunden werden. Wo lagert der Originalschädel des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart?
 
20. IM NATIONALEN MUSIKKANON ♪♪
So viel Hinweis sei gestattet: Sie lassen sich an zwei Händen abzählen. Wahre Kenner aber kann die Frage nicht in Verlegenheit bringen: Wie viele Sinfonien hat Ludwig van Beethoven komponiert?
 
21. OPERN-UNFALL ♪♪♪♪
Musik zum Sterben schön: Jacques Offenbachs Oper »Hoffmanns Erzählungen« haftet bis heute ein tragisch-diabolischer Unterton an, der wohl aus einem Unfall bei der ersten Aufführung herrührt. Welches tragische Ereignis überschattete die Uraufführung von »Hoffmanns Erzählungen« in Wien?
 
22. MUSIKSTADT LEIPZIG ♪♪♪
Die sächsische Stadt Leipzig rühmt sich als Heimatstadt großer Komponisten. Welcher?
a. Johann Sebastian Bach
b. Felix Mendelssohn Bartholdy
c. Jacques Offenbach
d. Robert Schumann
 
23. EXTREME ZEITLUPE ♪♪
Zeit ist relativ, so viel ist seit Albert Einsteins Relativitätstheorie klar. Manchmal dauert lange aber schon wirklich sehr lange. Wie lange dauert das längste Orgelwerk der Geschichte?
a. 7 Stunden, 35 Minuten
b. 2 Tage
c. 15 Wochen
d. 639 Jahre
 
24. SANG-, ABER NICHT KLANGLOS ♪♪♪
Wo Leute Lieder singen, da lass dich nieder. Denn schlechte Menschen kennen keine Lieder. So weit die Volksweisheit. Gerade in der Romantik erfuhr die Liedkunst indes eine musikalische Aufwertung, die weit über simple Volkslieder hinausging. Manche Komponisten schufen ganze Zyklen voller aufwändiger Gedichtvertonungen. Welches der folgenden Werke ist kein Liederzyklus?
a. »Die Winterreise«
b. »Prélude à l’après-midi d’un faune«
c. »Der Tod und das Mädchen«
d. »Des Knaben Wunderhorn«
 
25. MIT VIEL TAMTAM ♪♪♪
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erweiterten die Komponisten das Instrumentarium des Orchesters immer waghalsiger. Um wuchtiger in die Breite des Klangspektrums vorzudringen und immer höhere und immer tiefere Frequenzen anzuspielen – kurz, um selbst ausgefallenste Geräusche erzeugen zu können. Welche seiner sinfonischen Programmmusiken hat der Spätromantiker Richard Strauss unter anderem mit Wind- und Donnermaschine, Kuhglocken und einem Tamtam instrumentiert?
 
26. ORFFS SAUFLIEDER ♪♪♪
Aus alten Versen reimt mancher Tondichter klingende neue Musikpoeme. Auf welchem poetischen Grundstoff basieren Carl Orffs bis heute sehr populäre »Carmina burana«?
 
27. CONCERTO GROSSO ♪♪
Johann Sebastian Bachs berühmte »Brandenburgische Konzerte« zählen zu den bekanntesten Marken im Barockrepertoire. Vielleicht haben Sie die Stücke erst neulich mal wieder im Konzert gehört? Jetzt noch mal scharf nachgedacht und nachgezählt. Wie viele Konzerte umfassen Bachs »Brandenburgische Konzerte«?
 
28. PIZZA QUATTRO STAGIONI
Jedes Kind kennt die Melodien, in der Werbung werden sie gelegentlich zur Untermalung von Seife oder Damenparfüm missbraucht. Kein Wunder, Frühling liegt in der Luft. Von welchem Komponisten stammen die beliebten Violinkonzerte »Vier Jahreszeiten«?
 
29. LIED DER DEUTSCHEN ♪♪
»Einigkeit und Recht und Frei-hei-heit …« In der Schule lernt jeder Deutsche Melodie und Text der Nationalhymne. Natürlich nur die dritte Strophe. Der Rest ist nach dem Dritten Reich in Misskredit geraten. Geschaffen wurde die Musik aber schon, als die heutige Bundesrepublik noch lange nicht existierte. Auf welcher klassischen Komposition basiert unsere Hymne?
 
30. KUNST DES ERBENS ♪♪
Der Erbe des ungarischen Komponisten Béla Bartók, Gábor Vásárhelyi, fällt immer wieder durch rigide Zensur von Inszenierungen und Aufführungen Bartók’scher Werke auf. In welchem verwandtschaftlichen Verhältnis steht Vásárhelyi überhaupt zum beerbten Großkünstler?
a. Er ist Bartóks Halbbruder aus der dritten Ehe von dessen Vater.
b. Er ist Bartóks Enkel.
c. Er steht in keinem direkten Verwandtschaftsverhältnis zu Bartók.
d. Er war mit Bartóks inzwischen verstorbener einziger Enkelin verheiratet.
 
31. DADA HIER UND DORT ♪♪♪
Als Sonderling hauste Komponist Erik Satie um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Paris. Als exzentrischer Außenseiter unter den Tonschöpfern der Zeit nahm er in gewisser Weise den späteren Dadaismus vorweg und schrieb Stücke mit skurrilen Titeln. Welches der folgenden Stücke stammt nicht vom Mystiker und Großstadtneurotiker Satie?
a. »Drei Stücke in Birnenform«
b. »Teilweise Halluzination – Sechs Erscheinungen von Lenin an einem Konzertflügel«
c. »Sport und Vergnügen«
d. »Gebet für die Reisenden und Matrosen in Lebensgefahr an die liebe, erlauchte Jungfrau Maria, Mutter des Heilands«
 
32. BACH & SÖHNE CO. KG ♪♪
Vier von Johann Sebastian Bachs Söhnen machten später selbst als Komponisten auf sich aufmerksam. Welcher des Quartetts wurde auf dem europäischen Kontinent als »Klopstock der Töne« verehrt, also als Lyriker der Musik?
a. Wilhelm Friedemann Bach
b. Carl Philipp Emanuel Bach
c. Johann Christian Bach
d. Johann Wolfgang Bach
 
33. WECKER IM KONZERTSAAL ♪♪♪
Der Übervater der Wiener Klassik, Joseph Haydn, schuf eine schier unüberbietbare Zahl von Sinfonien. Von seinen Zuhörern forderte er unbedingte Aufmerksamkeit. Der berühmte Konzertschlaf war Haydn ein Gräuel. In welcher seiner vielen Sinfonien baute er deshalb einen berühmten Paukenschlag ein, der das Publikum aufwecken sollte?
 
34. JEDER SCHUSS EIN TREFFER ♪♪
In Carl Maria von Webers Nationaloper »Der Freischütz« gießt der Jäger Max mit seinem Kumpan Caspar, der mit dem Teufel im Bunde steht, eine Reihe von so genannten »Freikugeln«. Wie viele dieser satanischen Wunderprojektile gießen Max und Caspar in der Wolfsschlucht?
a. drei
b. sieben
c. 47
d. 295
 
35. DIE VOLLENDET UNVOLLENDETE ♪♪♪♪
Verrätseltes Geraune umschwirrt Franz Schuberts Siebte Sinfonie, die »Unvollendete« des Unvollendeten. Der Wiener Komponist starb mit gerade mal 31 Jahren als wenig bekannter Tonsetzer. Erst nach seinem Tod wurde seine Musik dem breiten Publikum bekannt, darunter auch das unvollständige Meisterwerk der Siebten. Seine Dritte Sinfonie brachte er in nur neun Tagen zu Papier. Die Siebte aber blieb ein Fragment. Wie viele Sätze umfasst diese Sinfonie?
 
36. RHEIN UND RAUS ♪♪♪
Drei Jahre lang wirkte der Romantiker Robert Schumann (1810- 1856) in Düsseldorf als städtischer Musikdirektor. Eine außerordentlich glückliche Zeit, in der er 23 eigene Werke uraufführte. Die öffentliche Anerkennung seiner Arbeit beflügelte ihn immer mehr. Insbesondere die Dritte Sinfonie in Es-Dur hat sich der Nachwelt tief ins Gehör gegraben. Welchen geografischen Ehrentitel trägt diese Schumann-Komposition?
 
37. OPERETTE SICH, WER KANN ♪♪♪
Die Operette gilt als leichte Schwester der gewichtigen Oper. Mit unterhaltsameren Formen, Anleihen aus dem Vaudeville und der Opera buffa. Die Entstehung der fröhlichen Singspiele vollzog sich vor allem in drei Metropolen Europas. Entsprechend ist von der Wiener, der Pariser und der Berliner Operette die Rede. Nennen Sie zu jedem der drei unterschiedlichen Temperamente des Metiers einen Komponisten, der es maßgeblich beeinflusst hat!
 
38. ALTE MEISTER ♪♪♪♪♪
Nur die Guten sterben jung. Für Hollywood-Legenden und Rockstars mag diese Regel gelten. Klassische Komponisten erschaffen im hohen Lebensalter jedoch bisweilen ihre wichtigsten Werke. Also lohnt es sich in diesem Beruf durchaus, auf die Gesundheit zu achten und entsprechend lange zu leben. Was nicht heißt, dass auch kurzlebige Genies nichts Großes vollbracht haben. Sortieren Sie folgende Komponisten nach Lebensdauer in ansteigender Reihenfolge:
Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, W. A. Mozart, Joseph Haydn, Frédéric Chopin, J. S. Bach, Anton Bruckner, Gustav Mahler.
 
39. BRUDER LEICHTFUSS ♪♪♪
Große Geister haben manchmal gleichgesinnte Geschwister, deren Werke aber meist tragisch im Schatten der Genies stehen. In der Regel halten sich die Brüder und Schwestern indes klug zurück, wenn das Talent eines Komponisten entdeckt wird, und verdingen sich stattdessen als Glaser oder Schuster. Welcher der folgenden Männer wagte es dennoch – wer arbeitete ebenso wie der berühmte Bruder als Komponist?
a. Caspar Anton Carl von Beethoven
b. Johann Michael Haydn
c. Johann Christoph Bach
d. Heinrich Schönberg
 
40. DON NERWETTER
Ältere Herren pflegen bekanntermaßen mitunter ein Faible für junge attraktive Damen. Den Komponisten Gaetano Donizetti hat dieses Thema zu einer wunderbar leichten, teils satirischen Oper inspiriert. Welche der folgenden Musiktheaterstücke handelt von einem alten Junggesellen, der sich in eine junge Witwe verliebt?
a. Don Giovanni
b. Don Izetti
c. Don Pasquale
d. Don Kosaken
 
41. IM NAMEN DES GENIES ♪♪♪
Dichterliebe kann sehr weit gehen, im Fall des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann (1776-1822) sogar bis zur Änderung seines Namens. Der Verfasser des »Fräuleins von Scudéri« hat gelegentlich auch selbst komponiert und dirigiert. In fachmännischer Verehrung für sein komponierendes Idol ließ der Poet sogar einen seiner drei Vornamen ändern. Solche Anverwandlung galt damals nicht als Anbiederung, sondern als Ausdruck höchster Bewunderung. Wer ist das von Hoffmann namentlich so verehrte Genie?
 
42. GROSSE TÖNE ♪♪
Wir suchen einen Komponisten, dessen Selbstbewusstsein ihn gelegentlich zu kecker Großmäuligkeit animierte. Als ein Impresario ihm nach Lieferung eines bestellten Werkes mitteilte, es tauge wenig, soll er geantwortet haben: »Macht nichts, ich werde eine Musik schreiben, die noch weniger als das Libretto taugt.« Wer war der kompositorische Frechdachs?
a. Richard Wagner
b. Gioacchino Rossini
c. Wolfgang Amadeus Mozart
d. Johann Sebastian Bach
 
43. SINFONISCHER NACHTMAHR ♪♪
Im Zeitalter der Psychoanalyse muss der Kompositionsansatz dieses Franzosen eine geradezu irisierende Faszination ausgeübt haben. Von »fixen Ideen«, die er in Klang verwandle, sprach der Mann aus Paris. Alles real oder emotional Erlebte versuchte der Romantiker in Musik zu fassen. Seine berühmteste Sinfonie trägt das »Fantastische«, dem er sich verschrieben hatte, sogar im Titel. Von welchem Komponisten ist hier die Rede?
 
44. SALONLÖWE UND TASTENTIGER ♪♪
Der polnische Klaviervirtuose Frédéric Chopin (1810-1849) war der Prototyp des Tastentigers. Seine höchst anspruchsvollen Werke verfasste er, um damit selbst in den Salons von Paris brillieren zu können. Die gediegenen Treffpunkte der feinen Gesellschaft waren sein eigentliches Metier. Nicht so sehr aufgehoben fühlte der Pianist sich in den Konzerthäusern der Metropole. In nur sehr wenigen seiner Werke kommt überhaupt ein Orchester vor. Schon zu Chopins Lebzeiten behaupteten Lästerzungen, das Flügelgenie sei gar nicht im Stande, zu instrumentieren und große Tutti-Besetzung zu schreiben. Wie viele reine Orchesterwerke hat der aus Warschau stammende Salonlöwe hinterlassen?
 
45. GÖTTLICHE KOMÖDIE ♪♪♪♪♪
Das epische Gedicht »La Divina Commedia« des Renaissancedichters Dante Alighieri hat Generationen von Künstlern inspiriert. Vor allem in der bildenden Kunst und auf der Theaterbühne. Doch auch Komponisten haben sich mit dem Text vom Beginn des 14. Jahrhunderts beschäftigt, in dem Dante sämtliche Stufen der Hölle bis hinauf in den Himmel durchschreitet. Welcher Romantiker hat das Stück Weltliteratur am nachhaltigsten vertont?
 
46. ONE-HIT-WONDER ♪♪
In der Popmusik sind zahllose Eintagsfliegen bekannt, die mit nur einem einzigen Hit in die Geschichte eingegangen sind. Ähnliche Fälle verzeichnet auch die klassische Musik. Der Spätromantiker Max Bruch (1838-1920) beispielsweise verdankt seinen Nachruhm einem einzigen Werk, ohne das er wohl längst der Vergessenheit anheim gefallen wäre. Für welches Soloinstrument ist dieses Konzert geschrieben?
a. für Klavier
b. für Violine
c. für Oboe
d. für Querflöte
 
47. TIERISCH GUT ♪♪
Der »Karneval der Tiere« des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns zählt zu den bekanntesten Programmmusiken der Klassik-Historie. Vor allem für Kinder wird das Werk immer wieder phantasievoll aufbereitet. Immerhin gleicht das Stück einem Spaziergang im Zoo, bei dem Saint-Saëns verschiedene Tiere vertont hat. Welches der folgenden kommt nicht im 1886 uraufgeführten Werkes »Carnaval des animaux« für Orchester und zwei Klaviere vor?
a. Löwe
b. Elefant
c. Wolf
d. Känguru
 
48. HÖRT, HÖRT ♪♪♪
Gute Ohren zählen zweifelsohne zum unerlässlichen Handwerkszeug guter Komponisten. Nicht wenige verfügen sogar über das so genannte »absolute Gehör«. Das heißt, sie können Töne beim einfachen Zuhören ihrer absoluten Tonhöhe nach zuordnen. Tragisch dagegen ist, wenn ein Musikkünstler sein Gehör verliert. Welcher der folgenden Komponisten ertaubte im Laufe seiner Karriere?
a. Ludwig van Beethoven
b. Franz Schubert
c. Bedrich Smetana
d. Antonín Dvorák
 
49. ÜBUNG MACHT DEN MAESTRO ♪♪♪♪
Große Virtuosen haben ebenso unter dem Österreicher gelitten wie blutige Klavierlaien. Carl Czerny (1791-1857) gilt bis heute als »Folterknecht ganzer Pianistengenerationen«. Womit quält der gebürtige Wiener bis heute alle, die sich dem Tasteninstrument praktisch nähern?
 
50. SPÄTROMANTISCHER SPÄTZÜNDER ♪♪♪♪♪
Um so genannte »Wunderkinder« und Frühentwickler wird in der klassischen Musik viel Aufhebens gemacht. Seit der dreijährige W. A. Mozart seine ersten Töne am heimischen Cembalo klimperte, gelten vor allem die im Kindesalter Berufenen als die größten Genies. Demgegenüber wirkt der österreichische Spätromantiker Anton Bruckner (1824-1896) als postpostpost-pubertierender Nachzügler. Erst im Alter von vierzig Jahren komponierte der Wagner-Bewunderer seine erste Sinfonie. Warum so spät?
 
51. IN ALLER OHREN
Quantität muss nicht immer gleichbedeutend mit Qualität sein. Doch Masse kann auch für eine gewisse Klasse bürgen. Um die Bedeutung eines Komponisten einzuschätzen, lohnt mitunter ein Blick auf die CD-Aufnahmen, die bis heute von ihm vorliegen. In Anbetracht dieser Anzahl – was schätzen Sie: Wer ist der bis heute meistaufgenommene Tonsetzer (Oper und Konzert) und damit unter den ganz Großen der mutmaßlich am weitesten Verbreitete?
a. Johann Sebastian Bach
b. Wolfgang Amadeus Mozart
c. Giuseppe Verdi
d. Richard Wagner
 
52. GRINGO AUS BÖHMEN
Nicht wenige Künstler des 19. Jahrhunderts konnten nur in Gedanken verreisen und fertigten ihre Berichte aus fernen Ländern allein mit ihrer Phantasie. Schriftsteller Karl May etwa erfand seine Geschichten von Apachenhäuptling Winnetou und Westmann Old Shatterhand, ohne jemals die USA besucht zu haben. Wie war das beim Komponisten Antonín Dvorák, dem Tondichter der »Sinfonie aus der Neuen Welt«? Hat er je einen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt?
 
53. SPORT IST MODE ♪♪♪
Boxen, Golf, Rugby – all die aufkommenden Sportarten des ausgehenden 19., beginnenden 20. Jahrhunderts fanden ihren Widerhall auch in der Musik. Manche Komponisten vertonten ihre sportive Leidenschaft gerne und zum Teil auch durchaus für die Ewigkeit. Auch Claude Debussy, Erik Satie und Wilhelm Peterson-Berger frönten einer damals modischen Sportart. Auf dem Platz ebenso wie im Konzertsaal. Welcher?
 
54. SPORTSFREUNDE
Sport und Musik hielten sich im Lauf der Geschichte stets manierlich auf Distanz. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wahrscheinlich mieden die hehren Komponisten aus Dünkel die Gefilde des Massensports. In jüngerer Vergangenheit allerdings hat sich dieses Verhältnis spürbar entkrampft. Moderne Komponisten begeistern sich gerne für Sport und bringen diese Freude auch gelegentlich zum Klingen. Welche Sportart reflektieren die Sportsfreunde Mason, Turnage und Eggert in ihren Stücken »Playing Away«, »The Silver Tassie« und »Die Tiefe des Raums«?
 
55. SCHALL UND WELLEN ♪♪♪♪
Der tschechische Komponist Bedrich Smetana war bekennender Nationalist. Auch wenn ihn manche Landsleute und Zeitgenossen wegen seiner Liebe zu Richard Wagner der Deutschfreundlichkeit ziehen. Sein wohl bekanntestes Werk (ver-)dichtet den Flusslauf der Moldau von ihren Quellen bis nach Prag mit sinfonischen Mitteln. Das in Musik verwandelte Gewässer zählt zu einem ganzen Zyklus sinfonischer Dichtungen. Welchen patriotischen Titel trägt er?
 
56. WAGNERS GRÖSSTER GÖNNER ♪♪
Ein großer Schöpfer mit monumentalen Ideen wie Richard Wagner kommt kaum ohne spendable Gönner aus. Den Züricher Kaufmann und Mäzen Otto Wesendonck belohnte der Bayreuther Meister nicht nur mit Werken – sondern leider auch, indem er eine Liebschaft mit dessen Gattin Mathilde einging.
Auch in das Verhältnis zu seinem finanzkräftigsten Förderer wurden später erotische, genauer gesagt: homoerotische Motive hineininterpretiert. Sicher ist, dass der adelige Musikfreund mindestens so verrückt und megaloman war wie Wagner selbst. Wer war er?
 
57. SINFONISCHE NULLNUMMER ♪♪♪♪
Komponisten beziffern ihre Sinfonien in der Regel fortlaufend nach ihrer chronologischen Entstehung. Beginnend logischerweise stets mit der 1. Von einem berühmten Tonsetzer aber existiert das Werk mit der kuriosen Bezeichnung Sinfonie Nr. 0 in d-Moll. Von wem stammt die klangvolle Nullnummer?
 
58. SEX IN TÖNEN
Der Franzose Maurice Ravel (1875-1937) hat viele traumhaft schöne Musiken komponiert: die Ballettmusik »Daphnis et Chloé«, die Orchestersuite »Le Tombeau de Couperin« oder das choreographische Gedicht »La Valse«. Sein bekanntestes Stück aus dem Jahr 1928 zählt zu den meistgespielten Stücken des Konzertrepertoires überhaupt. Ein bis heute viel gehörter Hit, der die Schranken des klassischen Repertoires überwunden hat und in die Popkultur eingegangen ist. Im doppelten Wortsinn: Die Beliebtheit geht so weit, dass die Hippies der 60er- und 70er-Jahre das Werk seiner dramaturgischen Steigerung wegen als ideale Beschallung beim Sex propagierten. Heute ist sogar eine Kondommarke nach dem Stück benannt. Um welche Ravel-Komposition handelt es sich?
 
59. LETZTER TANGO IN PARIS ♪♪♪♪♪
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis ins beginnende 20. Jahrhundert hinein entfaltete die französische Musik eine beachtliche Vielfalt der Stile und Klänge. Spätromantik, Symbolismus, Impressionismus, Expressionismus lösten einander ab, gingen ineinander über. Paris war lange Zeit eines der wichtigsten Zentren der europäischen Klassik. Zahlreiche Komponisten trafen sich in der Seine-Metropole und inspirierten sich gegenseitig. Sortieren Sie die folgenden Komponisten nach der Reihenfolge ihres Geburtsjahres:
a. Arthur Honegger
b. Claude Debussy
c. Erik Satie
d. Jacques Ibert
e. Maurice Ravel
f. Gabriel Fauré
 
60. UNTERNEHMEN MODERNE ♪♪
Der amerikanische Komponist Charles Ives (1874-1954) schrieb lediglich nebenberuflich Musik. In welchem Beruf verdiente der Mann aus Neuengland hauptsächlich sein Geld?
a. als Schuhfabrikant
b. als Versicherungsmakler
c. als Autoverkäufer
d. als Broadway-Impresario
 
61. KITSCH AM PULT ♪♪♪
Inspiriert von zu viel Beethoven und Mahler glauben berühmte Pultstars irgendwann, sie könnten es mindestens genauso gut wie die, deren Werke sie immerzu dirigieren. Nicht selten ernten sie für ihre Tonschöpfungen Hohn und Spott der Kritiker: Welchen despektierlichen Begriff benützen Lästerzungen für Kompositionen von Dirigenten, die zwar großartig Konzerte leiten, aber selbst nur mittelmäßige Musik schreiben können?
 
62. ICH-AG DER KLASSIK
In der Künstlerklause, im einsamen Poetenbett unter dem Dach, im Wohnzimmer mit Parkblick – das Berufsbild des Komponisten beschwört gewisse Klischees bezüglich der Örtlichkeiten herauf, an denen ein genialer Tonsetzer seine titanischen Werke vollbringt. Unter zeitgenössischen Musikdichtern dagegen haben sich die Arbeitsumstände deutlich gewandelt. Wo ersinnt Komponist Matthias Pintscher (*1971) bevorzugt seine eher abstrakten Kompositionen?
a. in der Badewanne
b. an seinem Cembalo
c. am Schreibtisch
d. beim Joggen
 
63. SCHWULEN-EHE ♪♪♪♪♪
Schwule Männer und heterosexuelle Frauen gehen manchmal verschworene Lebensgemeinschaften ein. Gerade unter Künstlern ziehen sich solche Gegensätze durchaus an. Erotische Attraktivität muss ja nicht rein sexuell begründet sein. Welche bekannte Schriftstellerin hätte der homosexuelle Avantgarde-Komponist Hans Werner Henze beinahe geheiratet?