Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Über die Autorin
  4. Titel
  5. Impressum
  6. 1. Kapitel
  7. 2. Kapitel
  8. 3. Kapitel
  9. 4. Kapitel
  10. 5. Kapitel
  11. 6. Kapitel
  12. 7. Kapitel
  13. 8. Kapitel
  14. 9. Kapitel
  15. 10. Kapitel
  16. 11. Kapitel
  17. 12. Kapitel
  18. Unsere Empfehlungen

Über dieses Buch

Aufstieg und Fall im schillernden Berlin

Prinzessin Valentina sitzt in Untersuchungshaft. Sie wird des zweifachen Mordes angeklagt. Zwar existieren keine Beweise für ihre Schuld, doch sämtliche Indizien sprechen gegen sie. Im Gefängnis geht es Valentina zunehmend schlechter. Vor allem will sie Wilhelm von ihrer Unschuld überzeugen. Doch Fürst Wilhelm reagiert nicht auf ihren Versuch der Kontaktaufnahme – zunächst. Denn dann erfährt er die unglaubliche Wahrheit über die Morde und eine weitere Enthüllung überrascht ihn.

Kann er Valentina noch vor der Verurteilung bewahren? Oder ist es bereits zu spät für ihre Rettung – und für ihre Liebe?

Der Abschluss der großen Zwanzigerjahre-Trilogie um Liebe, Verführung und Verrat

Über die Autorin

Josephine Winter (*1983) schreibt seit ihrem Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim Liebes- und Erotikromane. Sie benutzt viele Pseudonyme, hat noch mehr Happy Ends verfasst und eine große Schwäche für die Zwanzigerjahre. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

JOSEPHINE WINTER

Noble Secrets

Verrat

Feder

BASTEI ENTERTAINMENT

1. Kapitel

Feder

Fürst Wilhelms Kiefer mahlten, während er auf die schwere Eichentür starrte, die sein Büro von der Eingangshalle trennte. Draußen hatte er bereits Stimmen gehört, dann endlich hallten die Absätze von Bellers polierten Schuhen über die Fliesen, und es klopfte.

»Herein«, knurrte der Fürst.

Beller verbeugte sich. »Herr Doktor Heiser, Durchlaucht.«

Der Fürst winkte unwillig mit der Hand. »Schicken Sie ihn rein.«

Wenig später verbeugte sich der untersetzte Anwalt mit der spiegelblanken Glatze. »Durchlaucht.«

»Setzen Sie sich, Heiser, setzen Sie sich«, sagte der Fürst und ging zur Anrichte. »Einen Drink?«

Der Anwalt räusperte sich, zog seine Taschenuhr hervor und seufzte. Es war später Nachmittag. Warum also nicht. »Sehr gern, vielen Dank.«

Fürst Wilhelm knallte den Whiskey mehr auf den kleinen Rauchtisch neben Heisers Ledersessel, als dass er ihn abstellte, und setzte sich dann wieder hinter seinen schweren Eichenschreibtisch. Er hob sein Glas kurz an und leerte es in einem Zug. Es war sein erster Drink des Tages, aber er musste vor sich selbst zugeben, dass es beileibe nicht der letzte bleiben würde. Denn das war in den letzten Tagen kaum anders gewesen. Er griff nach einer Zigarre, bot auch dem Anwalt eine an, der aber den Kopf schüttelte.

Wilhelm zündete die Zigarre an und zog daran. »Also, Heiser, was haben Sie mir zu berichten?«, fragte er.

Heiser nippte an seinem Glas und stellte es sorgfältig wieder ab. »Sie sagt, sie war es nicht.«

Wilhelms Miene hellte sich auf. »Ja, aber … Wieso leugnet sie jetzt, wenn Sie vor zwei Tagen noch alles gestanden hat?«

Heiser räusperte sich wieder. »Nein, Sie missverstehen mich. Verzeihen Sie, Durchlaucht, ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Prinzessin Valentina leugnet, irgendetwas mit den Morden zu tun zu haben.«

»Also hat sie nicht mit Gregor geschlafen?«, fragte Wilhelm und versuchte, die leise Hoffnung in sich nicht allzu deutlich nach außen zu tragen.

Heiser lächelte unglücklich. »Doch, das hat sie anscheinend schon. Sie war als Pfau auf dem Maskenball und als solcher auch am Brunnen mit dem Gärtner … Sie leugnet lediglich die Morde und dass sie Komtess Leonie kannte.«

Der Fürst presste die Lippen aufeinander. Er erinnerte sich an den schönen Pfau, dem er auf dem Fest so gern gefolgt wäre. Für einen kurzen Augenblick war er von der Fremden ganz betört gewesen. Genau diese Frau war Valentina gewesen – und sie hatte sich mit Gregor vergnügt, während Wilhelm sich im Festsaal in der Beletage gefragt hatte, wer sie sei und wohin sie wohl verschwunden sei. Er hatte sich in dem Augenblick ihre Nähe gewünscht, als sie es mit seinem Gärtner getrieben hatte. Er konnte nicht anders, er sah sie vor sich, sah Valentinas schönen, schlanken Körper und den etwas einfältigen Gärtner auf ihr, keuchend, grapschend …

Wilhelm erhob sich und ging mit eckigen, steifen Schritten zur Anrichte. »Noch einen Whiskey?«

»Danke, ich habe noch, Durchlaucht«, sagte der Anwalt.

Wilhelm glaubte Heisers mitleidigen und besorgten Blick im Rücken zu spüren. Wut kochte in ihm hoch; er spülte sie mit Whiskey wieder hinunter. Er drehte sich um und setzte sich wieder.

»Soll ich ihre Verteidigung übernehmen, Durchlaucht?«

Wilhelm sah den Anwalt blicklos an. Verteidigung, fragte er sich. Natürlich hatte Valentina ihn nicht als Liebhaberin betrogen. Ob sie vor ein paar Wochen oder ein paar Jahren Gärtner oder Matrosen geliebt hatte, das ging ihn nichts an. Aber das änderte nichts am Schmerz und der Eifersucht.

Heiser wartete geduldig und nippte an seinem Whiskey.

Wilhelm rieb sich die Nasenwurzel. »Wie stellt sich der Fall dar?«

»Sie hat Sie bestohlen, Durchlaucht. Es gibt Zeugen, dass sie Silberlöffel, Kerzenständer und vergoldete Teile von alten Bilderrahmen und einiges mehr gestohlen hat. Sie hat über Jahre …«

»Jahre?«, fragte der Fürst und schluckte.

Heiser nickte. »Anscheinend ist sie mit Ihrem Personal ein bisschen bekannt. Sie selbst leugnet das, aber es gibt einen Zeugen, der von Freundschaften mit dem Personal berichtet.«

»Zum Beispiel mit dem Gärtner«, presste Wilhelm durch zusammengebissene Zähne hervor.

Heiser wog den Kopf hin und her. »Sie sagt, dass sei eine einmalige Sache gewesen. Sie sagt weiter, dass sie sich zwar durch den Dienstboteneingang ins Haus geschlichen habe, aber eigentlich keine Ihrer Dienstboten näher kenne.«

»Und wer ist dieser Zeuge, der das Gegenteil behauptet?«

Heiser hob die Schultern. »Tiller will natürlich keinen Namen nennen.«

»Natürlich nicht.« Wilhelm schnaubte.

»Aber ich habe aus ihm herausbekommen, dass die Prinzessin keine wasserdichten Alibis für die Tatzeiten hatte. Dass sie leugnet, heißt natürlich nicht, sie könnte es nicht doch gewesen sein.«

»Sie hat mich über Jahre hinweg heimlich bestohlen. Wer weiß, wie viele Geheimnisse sie sonst noch verbirgt«, sagte Wilhelm und legte die Zigarre auf den Rand des steinernen Aschenbechers. Er stand auf und ging zum Fenster. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt, sah er in den Park hinaus. Die Tage wurden wieder länger, ein bisschen heller und freundlicher. Wilhelms Stimmung hingegen wurde immer düsterer.

»Sie scheint über die Jahre allerdings nichts mitgenommen zu haben, was für Sie von wirklichem Wert ist. Immerhin ist Ihnen ja auch nicht aufgefallen, dass etwas fehlt«, meinte Heiser und strich sich über den imposanten Bart.

»Das heißt, sie wollte mir nicht wirklich etwas wegnehmen«, konstatierte der Fürst spöttisch. »Oder sie ist einfach sehr gerissen. Von fünf Silberlöffeln kann man sich schließlich sicher eine ganze Woche ernähren.«

»Nach dem, was die Prinzessin zum Leben gebraucht hat, würde ich da eher von mehreren Wochen ausgehen. Sie hat mir ein bisschen von ihrem Leben erzählt.«

»Und jetzt haben Sie Mitleid mit ihr, Heiser?«, fragte der Fürst und wandte sich zu seinem Anwalt um.

»Ein bisschen, ja. Ich gestehe es, Durchlaucht. Sie ist doch keine Mörderin, und sie kann sich keinen Anwalt leisten. Tiller hat sich auf sie eingeschossen. Der wird dafür sorgen, dass der beste Staatsanwalt sie in die Mangel nimmt, und dann sitzt die Prinzessin im Gefängnis.« Er räusperte sich. »Mindestens wäre es Gefängnis …«

Wilhelm schluckte. Dann straffte er die Schultern. »Wenn sie es nicht war, dann wird die Wahrheit schon ans Licht kommen. Und für den Diebstahl muss sie bestraft werden.«

»Natürlich, Durchlaucht. Aber sie sitzt in Untersuchungshaft mit sehr zweifelhaften Gestalten. Sie ist schon jetzt bestraft genug.«

»Das Gesetz wird das sicher anders sehen«, sagte Wilhelm und setzte sich wieder.

»Das Gesetz muss dennoch von einem sachkundigen Anwalt in ihrem Sinne ausgelegt und gelesen werden. Auch das ist im Gesetz verankert, Durchlaucht.«

»Dann soll sie sich einen Anwalt besorgen.«

»Mit Verlaub, einen wirklich fähigen Anwalt, der auf Fälle wie den ihren spezialisiert ist, kann sie sich nicht leisten.«

Wilhelm lachte bitter auf. »Und nachdem sie in Haft sitzt, weil sie sich über Jahre an mir bereichert hat, soll ich jetzt obendrauf noch einen Anwalt bezahlen?«

»Bereichert ist ein sehr großes Wort, Durchlaucht …«

Wilhelm schüttelte den Kopf. »Wozu gibt es Pflichtverteidiger?«

Heiser sah den Fürsten lange an, dann nickte er und nippte an seinem Whiskey. »Wenn Sie meinen, Durchlaucht.«

Für einen kurzen Augenblick war Wilhelm enttäuscht von Heiser, davon, dass der Anwalt nicht härter für Valentina kämpfte und nicht weiter versuchte, den Fürsten davon zu überzeugen, die Verteidigungskosten zu übernehmen.

»Wie geht es Ihrer werten Frau Mutter, Durchlaucht?«

»Gut, sie ist abgereist, um sich in ihrem kleinen Anwesen in Baden ein wenig von der Großstadt zu erholen.«

»Tatsächlich?«

»Tatsächlich.«

*

Besuch? Prinzessin Valentina sollte Besuch bekommen haben. Wer konnte das sein? Laura hatte Berlin längst verlassen. Dass jemand aus der Künstlerkolonie vorbeikäme, glaubte Valentina nicht. Vielleicht eine ihrer Nachbarinnen? Die hatten am Nachmittag manchmal ein paar Stunden Zeit. Das setzte natürlich voraus, dass jemand wüsste, dass die Prinzessin in Untersuchungshaft saß.

Andererseits verbreiteten sich gewisse Nachrichten wie ein Lauffeuer. Eigentlich konnte Valentina niemanden als Besuch ausschließen – außer natürlich Wilhelm. Er saß jetzt auf keinen Fall in der Besucherzelle. Er hätte nicht seinen Anwalt vorgeschickt, hätte er je vorgehabt, sie zu besuchen. Er hatte ihr nicht verziehen. Und warum sollte er auch?

Valentina folgte der Aufseherin den dunklen Gang mit den gekalkten Wänden entlang und wurde schließlich zu den Besucherzellen geführt. In kleinen Käfigen ähnelnden Zellen standen jeweils ein Tisch und zwei Stühle. Die Gitter waren hier aus Holz; das aber machte die Zellen nicht freundlicher, im Gegenteil: Sie wirkten geradezu drückend-düster und waren feucht. Die ersten Zellen waren besetzt; das Murmeln von Stimmen, die gedämpft Gespräche führten, war zu hören.

Die Wärterin öffnete eine Zelle und ließ die Prinzessin eintreten. Valentina blieb kurz erstaunt stehen. »Wolmer? Guten Tag.«

»Guten Tag, Prinzessin«, begrüßte sie der hektische Chefredakteur und erhob sich kurz.

Valentina setzte sich, während die Zellentür hinter ihr geschlossen wurde. »Haben Sie meine Geschichte erhalten?«

»Vor allem habe ich die Nachricht erhalten, dass Sie in Haft sind.«

»Tja«, sagte sie und lächelte dünn. Wozu es leugnen?

»Was machen Sie denn für Sachen, Prinzessin? Ich dachte, ich hätte ein ziemlich klares Bild von Ihnen, aber Sie sind ja immer noch für Überraschungen gut.«

»Wie finden Sie meine Kurzgeschichte?«

»Kurzgeschichte?« Wolmer lachte und zog mehrere Zeitungsblätter aus seinen Taschen. »Sie haben mit dem Bleistift den Rand von Tageszeitungen vollgeschrieben.«

»Das ist das einzige Papier, was hier zu bekommen ist«, erklärte sie ungerührt.

Wolmer seufzte. »Ich konnte nicht mal die Hälfte davon entziffern.«

Valentina nickte. Sie hatte damit gerechnet. Sie hatte die letzten Tage damit verbracht, die Geschichte des Burschen auf dem Gutshof aus der Erinnerung noch einmal zu notieren. Aber der Bleistift war stumpf gewesen; sie hatte ihn zum Anspitzen jedes Mal der Aufseherin geben müssen, die sich dann Zeit gelassen hatte, das wertvolle Stück zurückzubringen.

»Dass Sie mir so was überhaupt schicken.«

»Ich habe ja sonst nichts zu tun«, meinte Valentina nur.

Wolmer seufzte und sah sie lange an. »Es tut mir immer noch leid, was ich das letzte Mal …«

»Sind Sie hier, um Ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen?«

»Vielleicht ein bisschen, aber eigentlich geht es um Ihre Geschichte.«

»Sie empfinden es als Beleidigung, dass ich Ihre Zeit mit meinen Hieroglyphen verschwende; außerdem ist der Berliner Literaturbote kein Blatt für die Geschichte über ein Kind«, ergänzte Valentina trocken. Seine Ablehnung war ihr egal. Sie hatte gedacht, dass es sie treffen würde, wenn er die Geschichte nicht nähme, aber es war ihr gleich. Alles war ihr gleich. Sie wusste gar nicht, ob sie überhaupt noch schreiben wollte. Das kalte Gefängnis und die harte Pritsche, auf der sie schlief, zerrten an ihren Nerven. Niemand glaubte ihr, wenn sie sagte, dass sie keine Mörderin war, und der versprochene Pflichtverteidiger ließ ebenfalls auf sich warten.

Sie sah Wolmer nur abwartend an. Es interessierte sie kaum, weshalb er wirklich gekommen war.

»Sie haben nicht ganz unrecht«, räumte Wolmer ein, lächelte und fuchtelte zappelig mit seinem Arm in der Luft herum. »Ich bin nicht überzeugt von Ihrer Kurzgeschichte. Weil es keine Kurzgeschichte ist.«

»Doch«, sagte sie kraftlos. »Ich habe immer an den Rand gemalt, wo es weitergeht. Das baut alles aufeinander auf.«

»Ja, natürlich, Prinzessin, aber es ist keine Kurzgeschichte. Es ist das erste Kapitel eines Romans.«

Valentina stutze, dann lachte sie. »Nein, ich glaube, nicht.«

»Doch, natürlich. Was Sie hier zusammenfassen, ist ein ganzes Leben, das interessant und spannend ist. Darüber können Sie Hunderte von Seiten schreiben.«

»Oder die Ränder von Tausenden von Zeitungen«, sagte sie trocken.

»Sie machen mir Spaß, Valentina.«

»Wie schön, dass wenigstens einer von uns seinen Spaß hat.«

Wolmer schob seinen Stuhl zurück und beugte sich ruckartig zur Seite hinunter. Dann kam er wieder hoch und knallte einen Stapel blütenweißen Papiers auf den kleinen, wackeligen Holztisch.

Valentina streckte unwillkürlich die Hand danach aus und strich darüber. Das waren sicher über zweihundert Blatt. Es fühlte sich schön an. Andererseits änderte es nichts daran, dass sie gerade eigentlich nicht schreiben wollte, und doch war es ein angenehmes Gefühl. Außerdem hatte sie ja eh keinen Stift mehr. Der Bleistift war heruntergeschrieben. Sie zog ihre Hand zurück.

»Sie wollen, dass ich einen Fortsetzungsroman für Sie schreibe, damit Sie dann wenigstens bei den Informationen über den Autor dazuschreiben können, dass ich im Gefängnis sitze. Das macht, was immer ich schreibe, nämlich fast so spannend, wie die Tatsache, dass ich eine Prinzessin bin.«

Wolmer seufzte. »Nein, dass Sie im Gefängnis sitzen, macht Sie spannender.«

»Wie schön, das ist wenigstens etwas, das ich mir selbst zu verdanken habe und nicht meiner Geburt.«

Wolmer legte den Kopf schief und war für einen Augenblick ganz ruhig, erstaunlich ruhig für seine Verhältnisse. »Seien Sie sich da mal nicht so sicher, Prinzessin.«

Sie seufzte. »Wie dem auch sei, ich kann keinen Roman für Sie schreiben.« Sie erhob sich. »Mein Bleistift ist aufgebraucht.«

Wolmer grinste, beugte sich wieder hinunter und hievte einen schweren Koffer auf den Tisch. Er öffnete den Deckel. Eine Schreibmaschine kam zum Vorschein. »Sehen Sie das als Vorschuss. Oder als Ausgleich für die Unterbezahlung Ihrer letzten Geschichten.«

Die Prinzessin starrte die Schreibmaschine an. Sie glänzte neu und schwarz. Sie schluckte. »Ich kann trotzdem keinen Roman schreiben. Ich sitze in Haft, es geht mir schlecht, meine Zukunft ist so ungewiss wie nie. Ich kann das jetzt nicht.«

Wolmer stand auf. »Sie müssen nicht sofort anfangen. Aber irgendwann werden Sie sich langweilen, und Ihre Ängste werden ein Ventil brauchen … Dann schreiben Sie.«

Sie sah ihn an. »Ich glaube nicht, dass ich Ihnen liefern kann, was Sie wollen.«

Berliner Literaturboten