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Mosaik
bei GOLDMANN

Buch
Ob kurze Flirts oder originelle Einladungen, Glückwünsche oder coole Sprüche – mit »SMS-Messages« wird »simsen« zum Kinderspiel.
Welche Besonderheiten es darüber hinaus zu beachten gilt, welche Fehler man vermeiden muss, wie man die günstigsten Konditionen erhält, und viele nützliche Informationen findet man im umfangreichen Serviceteil.

Autor
Andy Haller ist Journalist und PR-Berater für mittelständische Unternehmen. Als begeisterter SMS-Sender hat er sich theoretisch und praktisch mit den Möglichkeiten des Mediums vertraut gemacht und ist ein kreativer Texter in Sachen SMS.

Die Ratschläge in diesem Buch sind von Autor und Verlag sorgfältig geprüft worden, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors bzw. des Verlags- und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

SMS und kein Ende
>>>>>> »Heute schon gesimst?«, meldet sich mein Handy bereits morgens früh um sieben. Mühsam habe ich mich eben aus dem Bett erhoben. Mein alter Kumpel Thomas, Student in einer gut 200 Kilometer entfernten schwäbischen Kleinstadt, kommt gerade von der Disco nach Hause und ist offenbar noch zu aufgedreht, um einzuschlafen. Dafür weiß ich dann binnen Minuten via Handy – und ohne ein einziges Wort gesprochen zu haben -, was in der Provinz so los ist.
 
SMS oder »Short Message Service«, der »Kurznachrichtendienst«, hat längst den Siegeszug in der nationalen und internationalen Mobilkommunikation angetreten. Ob in Bus oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Schulhof, im Klassenzimmer oder abends neben dem Fernsehprogramm: SMS ist immer dabei. Liebesgrüße und Kommentare werden ausgetauscht, Termine vereinbart und Spickzettel geschrieben. Die Anwendungsmöglichkeiten von SMS sind so grenzenlos wie der Mobilfunk selbst. Über 23 Millionen »Mobilfunkteilnehmer« gab es Ende 1999 in Deutschland. 2001 besaß jeder zweite Deutsche ein Handy. Mit dem Boom der Prepaid-Karten, das heißt der wieder aufladbaren Telefonguthaben ohne Grundgebühr, wird das ehemalige Statußymbol »Mobiltelefon« für alle erschwinglich und somit zum ständigen Begleiter, der nicht mehr aus dem modernen Leben wegzudenken ist. Vorbei auch die Zeit, als man sich über nervtötendes Handy-Gebimmel in Kneipen und anderswo ärgerte. Kein Biergarten, in dem nicht Menschen das Leben genießen und die Zuhausegebliebenen lautlos via SMS daran teilhaben lassen: »Die Sonne strahlt, das Eis schmeckt toll, wir stopfen uns die Wampe voll und denken an dich armen Wicht, denn du kannst das jetzt gerade nicht!«

Die SMS-Short-Story

>>>>>> Über 30 Millionen SMS -Messages werden derzeit täglich in Deutschland verschickt und monatlich nimmt die Zahl der elektronischen Botschaften aufs Handy um rund 20 Prozent zu. Bis zu 160 Zeichen Text auf einmal und zunehmend auch Bilder lassen sich so an Handys, E-Mail-Adressen und Faxgeräte versenden. SMS -Messaging ist der neue Volkssport – nicht nur in Deutschland, denn SMS kennt jedes Handy.
Praktisch: Worterkennungsprogramme wie die T9-Software im Handy, mittlerweile Standard bei allen Geräteherstellern. Möglich machte dies ein bereits seit 1982 existierender europäischer Standard namens GSM (Global System for Mobile Communications), damals von den Post- und Fernmeldeverwaltungen unter der Bezeichnung Groupe Speciale Mobile gegründet. 1990 wurde in einigen europäischen Ländern mit dem Aufbau der ersten GSM-Netze begonnen, Mitte 1999 gab es in über 130 Ländern der Erde mehr als 300 G SM -Netze. Die deutschen Mobilnetz-Betreiber basieren allesamt auf dem GSM-Standard und sind ebenso kompatibel wie alle großen europäischen Mobilfunknetze.
Die Möglichkeit, Texte elektronisch an mobile Endgeräte zu versenden, gab es schon Anfang der neunziger Jahre. Quix, Telmi, Scall und Skyper nannten sich die so genannten Funkruf-Dienste. Durchsetzen konnten sich die auch als »Paging« bekannten Angebote allerdings nicht richtig. Allenfalls nie auffindbare Schulhausmeister oder wichtigtuerische Oberärzte schleppten die vergleichsweise leistungsschwachen Teile mit sich herum. Große Anbieter wie T-mobil stoßen derzeit ihren Paging-Service endgültig ab. Auf ein zusätzliches Gerät, das nicht mehr kann als ein Handy, hat einfach niemand Lust.
Handy-Besitzer haben mehr Spaß am Leben, weil sich die Freizeit besser koordinieren lässt, ergab vor kurzem eine Studie der GFK(Gesellschaft für Konsumgüterforschung). Insbesondere bei den jungen Handy-Nutzern spielt dabei SMS eine entscheidende Rolle. Ob nützlicher Hinweis, Terminvereinbarung oder spaßige Botschaft – die Kurznachrichten aufs Handy sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sollten Sie selbst SMS bislang noch nicht für sich entdeckt haben, dann nichts wie ran an die Tasten.
 
SMS-Senden ist eines der einfachsten Dinge der Welt. Im Funktionsmenü Ihres Handys stoßen Sie beim Durchgehen der einzelnen Möglichkeiten irgendwann mal auf eine Funktion, die »Kurznachrichten«, »Textmeldungen«, »Kurzmitteilungen« oder ähnlich heißt. Genau steht’s natürlich in der Bedienungsanleitung des Gerätes. Wählen Sie die entsprechende Funktion aus, und gehen Sie in ein SMS-Untermenü, in dem Sie die Funktion zur Texteingabe aktivieren. Jede Ihrer Zifferntasten auf dem Handy ist gleichzeitig auch mit mehreren Buchstaben belegt. Beim ersten Druck auf die Taste sehen Sie die Zahl im Display. Drücken Sie die Taste mehrmals kurz hintereinander, können Sie den ersten, zweiten oder dritten Buchstaben auswählen. Das Wort »Hallo« zum Beispiel setzt sich aus folgender Tastenkombination zusammen: Dreimal kurz die Taste 4, zweimal Taste 2, viermal Taste 5, kurze Pause, erneut viermal Taste 5 und schließlich viermal die Taste 6. Die ein oder andere Feinheit bei der Eingabe, insbesondere auch die Sonderzeichen, die auf den Tasten 0, 1 und weiteren Tasten hinterlegt sind, sollten Sie in der Bedienungsanleitung nachlesen oder am besten gleich selbst ausprobieren.

Was, womit, für wie viel und wie?

Was kann welches Gerät?

>>>>>> Wer SMS intensiver nutzen will, sollte sich bereits beim Gerätekauf genau informieren und schon im Shop selbst ausprobieren, was welches Gerät kann. Grundsätzlich ist jedes Handy, das in Deutschland auf dem Markt ist, dazu geeignet, SMS zu senden und zu empfangen. Qualitativ unterscheiden sich die Geräte aber sowohl in der Darstellung als auch in der Handhabung. Wer alle Möglichkeiten der Kombination z.B. mit dem Internet nutzen will, der sollte unbedingt auf die Darstellungsmöglichkeiten des Displays achten: Vollgrafische Handys sind für Fans in Zukunft ein Muss, denn das Angebot an Bildern und Logos nimmt ständig zu. Ohne das entsprechende Gerät geht einem hier also ein erkleckliches Stück SMS-Kultur verloren. Auch für den Komfort beim Lesen und Tippen der SMS ist das Display wichtig: Wer sich von einem Aushilfsverkäufer einen Prepaid-Vertrag aufschwatzen lässt, hält möglicherweise am Ende ein vergleichsweise veraltetes Gerät in Händen, das oberhalb der Funktionsleiste gerade mal zwei Text-Zeilen à 12 Zeichen bietet. Mit Bildern und besonderen Gimmicks (siehe Seite 26) ist da dann nicht viel drin. Absolut Spitze dagegen sind derzeit sechs oder mehr Zeilen mit um die 20 Zeichen. Einige Geräte bieten auch die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Schriftgrößen und Darstellungsformen zu wählen.
Praktisch: die T9-Software im Handy, die immer mehr Hersteller verwenden. Diese mitgelieferte Voreinstellung bietet einen enormen Vorteil: Man muss die Zifferntaste mit dem entsprechenden Buchstaben nur noch einmal drücken, das Gerät erkennt anhand der Ziffernfolge und eines gespeicherten Wörterbuchs 90 Prozent aller Begriffe von selbst. Das erspart Blasen an den Fingern, Sehnenscheidenentzündung und von Fingernägeln zerfurchte Billig-Handy-Tastaturen. Will ich zum Beispiel Onkel Jürgen eine Nachricht zukommen lassen, erforderte das Wort »Jürgen« bislang 14 Tastendrücke, mit T9 nur noch sechs.
Auch den Zeichensatz des Geräts sollte man sich beim Handy-kauf genau anschauen. Das eine oder andere Gerät kennt zum Beispiel das wichtige @-Zeichen noch nicht. Spätestens beim Versuch, eine E-Mail zu verschicken, landet der Nutzer dann ratlos bei den überlasteten Service-Hotlines. Mehr und mehr Anbieter programmieren mittlerweile auch zusätzliche Zeichen, Smileys etc. bereits in die Grundkonfiguration des Geräts mit ein.