cover
Robert Kopf

Anämie, Blutarmut - Eisenmangel behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Ein homöopathischer, biochemischer und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Anämie, Blutarmut - Eisenmangel behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde" ISBN 978-3-95500-657-0

 

Vorwort

 

1. Allgemeines
Wissenswertes über Eisen (Fe)
Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung einer Anämie
Gesunde Leber – gesunder Mensch

 

2. Ernährung
Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie (Eisenmangel)
Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie
Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

 

3. Naturheilkunde
Anämie, Blutarmut - Eisenmangel behandeln und vorbeugen mit der Homöopathie
Anämie, Blutarmut - Eisenmangel behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

 

Nachwort

Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

 

Ein Eisenmangel wird als Anämie oder umgangssprachlich als Blutarmut bezeichnet. Eisen (Ferrum, Fe) ist ein Baustoff des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieser bindet den Sauerstoff aus der Lunge im Blut und transportiert ihn zu den Organen. Die Organe wiederum benötigen den Sauerstoff, um arbeiten zu können. Herz und Gehirn sind die wichtigsten Großverbraucher. Außerdem ist Eisen Bestandteil des Muskelfarbstoffs Myoglobin. Er dient dem Muskel als Sauerstoffspeicher und ist ein Baustein vieler Enzyme, die an der Energiegewinnung beteiligt sind.

 

Eisenmangelsymptome sind brüchige Nägel, Haarausfall, eingerissene und gerötete Mundwinkel, Herzjagen und Herzklopfen, Ohrensauen, ein schneller und schwacher Puls, Konzentrationsstörungen und Nervosität, Schwindel und allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Atemnot, Müdigkeit, blaue oder braune Ringe um die Augen, Appetitlosigkeit, Frösteln und Infektanfälligkeit. Die Haut ist blass, rau und rissig.

 

Die Ursachen eines Eisenmangels sind zu wenig Magensäure und dadurch Eisenaufnahmestörungen im Verdauungstrakt, ein Mangel an Vitamin B12, Vitamin C-Mangel (Vitamin C fördert die Eisenaufnahme aus der Nahrung), fleischarme oder falsche Ernährung, hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Menstruation, Wechseljahre, Fehlfunktionen der Schilddrüse), Stoffwechselstörungen, bestimmte Medikamente (Magensäurepuffer, Abführmittel), Blutverluste durch innere Blutungen (Magen- und Darmblutungen), blutende Hämorrhoiden, Verdauungsstörungen, Erkrankungen von Leber und Nieren sowie Umweltbelastungen (Schwermetalle, Elektrosmog und Schadstoffe in der Luft und im Wasser schwächen unsere Enzymsysteme).

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Eine Anämie kann die Folge sein.

 

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel und die Gesundheit positiv.

 

Bei der naturheilkundlichen Behandlung einer Anämie dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Stoffwechsels, des Nerven- und Hormonsystems, der Blutbildung, Abwehrkraft und Durchblutung. Schüsslersalze und homöopathische Heilmittel regen den Magen und Darm, die Leber-Galle-Funktionen (Leber- oder Magenschwäche sind oft die Ursachen einer Anämie), die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung einer Anämie.

 

Eisenmangel sowie ein schwacher Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffverteilung und Mineralstoffaufnahme im Körper. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören, zu Anämie und chronischen Erkrankungen führen. Ausserdem kann Mineralsalzmangel Heisshungerattacken auslösen, weil der Körper den Mangel in den Zellen ausgleichen will.

 

Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Homöopathie und Schüsslersalze an. Sie aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, fördern die Durchblutung des Körpers, stärken und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Stoffwechsel und das Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

 

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie erläutern:

 

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde.

 

Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache einer Anämie auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

 

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Mittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Arzneimittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

 

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

 

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

 

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie

 

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt, die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

 

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

 

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch eine Anämie) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

 

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden können. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Eisenmangel beheben.

 

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

 

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung einer Anämie sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie einen Eisenmangel mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen und den Schüsslersalzen behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden die bewährtesten homöopathischen Heilmittel und Schüsslersalze mit der entsprechenden Potenz und Dosierung. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

 

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Wissenswertes über Eisen (Fe)

Eisen ist das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Der Gesamteisenbestand beträgt beim Erwachsenen ungefähr 4 bis 6 Gramm. Der größte Teil ist im roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden. Das restliche Eisen befindet sich in den Eisendepots und in eisenhaltigen Enzymen. Aufgenommen wird das Spurenelement vor allem im Zwölffingerdarm.

 

Eisen spielt in unserem Stoffwechsel eine fundamentale Rolle und ist für die Sauerstoffversorgung, Zellbildung und Zellatmung wichtig. Der Sauerstoff, den wir über die Lunge aufnehmen, wird mit Hilfe von Eisen an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden, über das Blut im Körper verteilt und in den Zellen für die Energiegewinnung verwendet. Das Gleiche gilt für die Muskeln. Myoglobin, das „Muskel-Hämoglobin“, bindet Eisen und versorgt den Muskel mit Sauerstoff.

 

Reich an Eisen sind Rindfleisch, Fisch, Kaviar, Eier, Getreide, Vollkornprodukte, Samen und Gemüse.
Hervorragende pflanzliche Eisenlieferanten sind außerdem Löwenzahn, Feldsalat, Sauerampfer, Lauch, Brennesseln, rohes Sauerkraut, Karotten (Möhren), Thymian, Majoran, Oregano, Kürbiskerne, Mais, Sonnenblumenkerne, Petersilie, grüne Minze, Schnittlauch, Sauerampfer, Blutwurz, Schafgarbe, Melisse, Spitzwegerich, Eisenkraut, Lungenkraut, Erdbeere, Hauhechel, Habichtskraut, Brombeere, Frauenmantel, Silbermantel, Wegwarte, Waldmeister, Nußblätter und Weinrebenblätter. Eisenhaltige Früchte sind Aprikosen (auch als Trockenfrüchte), Äpfel, Feigen und Mandeln.

 

Aus der Nahrung kann der Körper tierisches Eisen besser aufnehmen als pflanzliches Eisen aus Gemüse, Salaten und Obst. Das Spurenelement Eisen wird besser vom Körper verwertet, wenn gleichzeitig Vitamin C-haltige Nahrungsmittel verzehrt werden (zum Beispiel Orangensaft, Erdbeeren, Paprika). Kaffee oder Tee behindern dagegen wegen der enthaltenen Gerbsäuren (Tannine) die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung.

 

Die Funktionen des Eisens
Energiebereitstellung in der Zelle
Sorgt für den lebensnotwendigen Sauerstofftransport im Körper
Wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin
Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Immunabwehr unseres Körpers.

 

Der tägliche Bedarf an Eisen
10 bis 15 mg
1 mg = 1 Milligramm = 1 Tausendstel Gramm
Der Bedarf ist im Wachstum, in der Schwangerschaft und während der Menstruation erhöht.

 

Die Normalwerte von Eisen im Blutserum
Frauen: 35 - 150 μg/dl (Mikrogramm pro Deziliter; 1 Deziliter = 100 Milliliter = 1 Zehntelliter)
Männer: 60 - 160 μg/dl
Kinder bis 13 Jahre: 30 – 140 μg/dl
Bei Neugeborenen bis zum Alter von drei Monaten können die Werte höher sein.
Im Urin bis zu 100 μg/24h (100 Mikrogramm im 24-Stunden-Urin)
1 µg = 1 Mikrogramm = 1 Millionstel Gramm)

 

Die Symptome eines Eisenmangels
Blutarmut (Anämie). Ein Eisenmangel beeinträchtigt die Bildung von Hämoglobin. Dadurch wird der Körper ungenügend mit Sauerstoff versorgt.
Kopfschmerzen
Blasse Haut und Schleimhäute
Müdigkeit, Antriebsarmut, Nervosität, Reizbarkeit
Kurzatmigkeit und Atemnot
Spröde und rauhe Haut
Schleimhauterkrankungen
Brüchige Nägel sowie Störungen des Nagel- und Haarwachstums (Haarausfall)
Rillen in den Fingernägeln
Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden)
Wachstumsstörungen bei Kindern
Komplikationen in der Schwangerschaft
Muskelschwäche
Wetterfühligkeit
Herzklopfen
Zungenbrennen
Verstopfung (Obstipation)
Abwehrschwäche und häufige Infekte

 

Die Ursachen eines Eisenmangels
Blutverluste
Bei Frauen eine verstärkte oder zu häufige Menstruation
Die Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen
Chronische Entzündungen und Infektionskrankheiten
Nierenfunktionsstörungen
Mangelnde Eisenaufnahme durch chronische Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Zöliakie)
Hormonstörungen, Rheuma, Krebserkrankungen
Erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft
Eine unausgewogene Ernährung und Diäten
Vitamin B-Mangel

 

Die Symptome einer zu hohen Eisenkonzentration im Körper
Verdauungsstörungen mit Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Durch die hohen Flüssigkeitsverluste kann eine lebensbedrohliche Schocksituation eintreten.
Eine Erhöhung der Anzahl weißer Blutkörperchen
Schwarzfärbung des Stuhls

 

Die Ursachen einer Eisenüberladung
Die Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), eine erbliche Eisen-Stoffwechselstörung, geht mit einer gesteigerten Eisenaufnahme im oberen Dünndarm einher. Der Eisengehalt im Körper kann hier auf bis zu 80 g (Gramm) steigen. Diese Überladung führt zu Schädigungen von Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Herz, Gelenken, Haut, Schilddrüse und Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).
Eine Überdosierung von Eisenpräparaten. Eisenpräparate sollen nicht auf eigene Faust eingenommen werden.

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung einer Anämie

Zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

 

1) Der Säure-Basen-Haushalt
Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir haben eine unreine Haut, Eisenmangel, erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

 

2) Das Bindegewebe
Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Blutarmut und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

 

3) Die Verdauung
Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu depressiven Verstimmungszuständen, chronischen Erkrankungen, Anämie, Arterienverkalkung, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

 

4) Unser Wasserhaushalt
Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Eine Anämie ist die Folge.

 

5) Die Eiweißverdauung
Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

 

6) Die Fettverdauung
Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind depressive Verstimmungen, Krankheitsanfälligkeit und Kopfschmerzen.

 

7) Die Kohlenhydratverdauung
Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

 

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Anämie, Blutarmut - Eisenmangel behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)".