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Robert Kopf

Heuschnupfen, Pollenallergie, Pollinosis - Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Ein homöopathischer, biochemischer und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Heuschnupfen, Pollenallergie, Pollinosis - Behandlung mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde" ISBN 978-3-7309-1087-0

 

Vorwort

 

1. Allgemeines

Wissenswertes über Heuschnupfen und Allergien

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

Gesunde Leber – gesunder Mensch

 

2. Ernährung

Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

Die richtige Nervennahrung bei stressbedingten Allergien

Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

 

3. Naturheilkunde

Das können Sie zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens tun

Akupressur zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

Teil 1: Heuschnupfen, Pollenallergie - Pollinosis behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Teil 2: Heuschnupfen, Pollenallergie - Pollinosis behandeln und vorbeugen mit Homöopathie

Heuschnupfen, Pollenallergie - Pollinosis behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

 

Nachwort

Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

 

In der Pollensaison leiden viele Menschen an Heuschnupfen mit Niesattacken, Fließschnupfen oder verstopfter Nase, juckenden, brennenden und tränenden Augen. Weitere Beschwerden sind Juckreiz und Brennen der Rachenschleimhaut, Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich sowie Hustenanfälle mit Atemnot. Als Komplikation kann sich ein allergisches Asthma entwickeln.

 

Ursache der Symptome ist aber nicht das Heu, sondern Pflanzenpollen und Blütenstaub von Bäumen, Gräsern und Kräutern. Die auch "Pollinosis" oder saisonaler allergischer Schnupfen genannte Pollenallergie ist an die Zeit des jeweiligen Pollenfluges gebunden. Manche Allergiker haben sogar schon im Dezember oder Januar Heuschnupfensymptome.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Allergien können die Folge sein.

 

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.

 

Bei der naturheilkundlichen Behandlung und Vorbeugung einer Pollinosis (Heuschnupfen) dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Stoffwechsels, des Nerven- und Hormonsystems, der körpereigenen Abwehrkraft und Durchblutung. Homöopathische und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen den Magen und Darm, die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens.

 

Allergien, ein fehlgeleitetes Immun- und Hormonsystem sowie ein mangelhafter Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffaufnahme und Mineralstoffverteilung. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören (eine häufige Ursache von Heuschnupfen) und zu chronischen Erkrankungen führen.

 

Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Homöopathie und Schüßler-Salze an. Sie aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, fördern die Durchblutung, stärken und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) sowie das Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

 

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens (Pollenallergie, Pollinosis) erläutern:

 

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde.

 

Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache des Heuschnupfens auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

 

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

 

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

 

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:

1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli (Streukügelchen) geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.

2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.

3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

 

Die Schüsslersalze zur Behandlung und Vorbeugung einer Pollenallergie (Pollinosis, Heuschnupfen)

 

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen (Biochemie) werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

 

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

 

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch ein Heuschnupfen) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

 

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu Allergien, einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

 

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

 

Die Akupressur zur Selbstbehandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

 

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

 

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut. Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

 

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung einer Allergie, für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie einen Heuschnupfen mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, den Schüsslersalzen und der Akupressur behandeln und vermeiden können. Vorgestellt werden die bewährtesten Akupressurpunkte, Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

 

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Wissenswertes über Heuschnupfen und Allergien

Allergien werden von unserem Immunsystem hervorgerufen. Seine eigentliche Aufgabe ist es, schädliche Krankheitserreger wie Pilze, Bakterien und Viren zu vernichten. Bei einer Allergie spielt das körpereigene Immunsystem verrückt. Bei Allergikern stürzt sich unsere Abwehr auch auf harmlose Fremdlinge (Allergene) wie zum Beispiel Nahrungsmittel, Hausstaub oder Pollen. Eine solche überschießende Reaktion kann sich interessanterweise aber erst dann entwickeln, wenn das Immunsystem zuvor mindestens einmal mit den Substanzen in Kontakt gekommen ist, welche die Allergien auslösen.

 

Bestimmte Abwehrzellen unseres Körpers kontrollieren die Eindringlinge. Sie erkennen, ob ein Fremdkörper für den Organismus gefährlich werden kann und deshalb bekämpft werden muß. Bei Allergikern arbeiten diese Abwehrzellen überschießend. Sie stufen nämlich auch Pollen, die unser Körper problemlos tolerieren würde, als gefährlich ein. Sie registrieren diese Information und bilden in verstärktem Maß Antikörper. Beim nächsten Kontakt mit dem Allergen kommt es dann zu massiven Abwehrreaktionen mit den bekannten belastenden Beschwerden der Atemwege. Bei einer Kontakt- oder Nahrungsmittelallergie werden oft Hautreaktionen oder Verdauungsstörungen ausgelöst. Ziel der Behandlung muß es sein, diese allergischen Fehlreaktionen schonend unter Kontrolle zu bekommen und eine Ausweitung der Allergie auf die Lungen (ein allergisches Asthma könnte sich als Komplikation entwickeln) zu verhindern.

 

Hygiene im Kindesalter hat Auswirkungen auf die Ausprägung von Allergien: Die Hygiene-Hypothese besagt, dass übertrieben sterile Lebensbedingungen im Kindesalter die Entwicklung des Immunsystems stören und im späteren Leben zu Asthma, Allergien und anderen Autoimmunkrankheiten führen können. Gerade Kinder aus städtischen Gebieten wachsen unter vergleichsweise "besseren" hygienischen Bedingungen auf und neigen deutlich häufiger zu Allergien als Landkinder. Zusätzlich werden erbliche Faktoren in der Ausprägung von Allergien diskutiert. Menschen, deren Eltern Allergiker sind, haben in vielen Fällen ebenfalls mit einem überempfindlichen Immunsystem zu kämpfen.

 

Der Klimawandel wirkt sich auf die Entstehung von Allergien aus: Es wird vermutet, das neben den oben genannten Faktoren auch der Klimawandel eine Rolle spielt. In den Städten hat die Menge an Pollen in den letzten Jahren zugenommen. Eine Erhöhung der Kohlenstoff-Dioxid-Konzentration in der Luft fördert die Pollenproduktion. Der Blütenstaubflug wird auch durch die zunehmende Bebauung in den Städten verstärkt, da diese eine Temperaturerhöhung verursacht. Dies ist ein begünstigender Faktor für den Pollenflug zum Leidwesen der Allergiker.

 

"Tierhaar-Allergien" richten sich nicht gegen Tierhaare: Irrtümer gibt es auch bei dem Begriff "Tierhaar-Allergien". Bei Menschen mit Allergien gegen Haus- oder andere Tiere kommt es nicht etwa primär wegen deren Haaren oder Federn zur allergischen Reaktion. Vielmehr sind es Hautschuppen, Urin, Speichel oder sogar Blutbestandteile der Tiere, die an ihrem Fell haften und bei Menschen eine Immunreaktion auslösen können. Beim Bürsten oder Streicheln werden diese kleinen Partikel aufgewirbelt, inhaliert und gelangen so in die Atemwege oder auf die Haut der Allergiker. Dort führen sie dann zu den typischen Symptomen wie Niesen, Augentränen oder Juckreiz. Je kürzer das Fell, umso weniger Partikel können sich dort ansammeln und desto weniger Allergene gelangen in die Luft.

 

Allergien kommen und gehen - auch im Erwachsenenalter: Allergien sind kein statischer Befund, der im Kindesalter beginnt und für immer bleibt, sondern sie können sich im Laufe des Lebens wandeln. Ein Grund dafür ist, dass unser Immunsystem die Auslöser der Allergie (die Allergene) schlichtweg „vergessen" kann und nicht mehr auf sie reagiert. Häufig sieht man dieses Phänomen bei Nahrungsmittelallergien. Eine Ei- oder Kuhmilchallergie im Kindesalter kann im Erwachsenenalter verschwinden. Doch auch der umgekehrte Fall ist möglich. Plötzlich reagiert man im Alter allergisch auf Dinge, mit denen man bis dahin nie Probleme hatte. Zudem gibt es die Ausbildung von sogenannten "Kreuzallergien". So kann jemand, der primär gegen Hausstaubmilben allergisch ist, gleichzeitig auf Muscheln reagieren, obwohl grundsätzlich keine Allergie gegen Muscheln vorliegt. Der Grund dafür ist, dass sich die Allergene auf molekularer Basis stark ähneln und vom Immunsystem nicht unterschieden werden können. Beim Essen von Austern denkt das Abwehrsystem dann an Hausstaubmilben und reagiert.

 

Die Psyche kann Allergien verschlimmern: Auch die Psyche spielt bei den Allergien eine Rolle. Stress kann allergische Symptome verstärken. So können Menschen mit einer Pollenallergie während des Pollenflugs stärker auf die Allergene reagieren, wenn sie zur gleichen Zeit Ärger im Privat- oder Berufsleben haben. Psychische Faktoren können bei vielen Allergikern die Beschwerden verstärken. Auch bei Neurodermitis (Atopisches Ekzem), Nesselsucht (Urticaria) und allergischem Asthma weiß man, dass sich psychische Faktoren auf den Verlauf und die Schwere der Krankheit auswirken.

 

Im schlimmsten Fall können Allergien tödlich enden: Es gibt auch schwere Formen von Allergien. Der "Anaphylaktische Schock" ist die schwerste Form der Allergie und ein lebensbedrohlicher Notfall. Nach einer ersten Sensibilisierung und dem wiederholten Kontakt mit einem bestimmten Auslöser (z.B. Medikamente, Nahrungsmittel, Insektengift) kann es zu Atem- oder Herzstillstand sowie Kreislaufversagen kommen. Nennenswert sind die Bienen- oder Wespengift-Anaphylaxie sowie die Allergie auf bestimmte Nahrungsmittel. Wichtig ist hier, dass Patienten über ihr überschießendes Immunsystem Bescheid wissen und stets ein Notfallset zur Hand haben, das im Ernstfall ihr Leben rettet.

 

Die Symptome eines Heuschnupfens (Pollinosis)
Schmerzende, entzündete, rote und tränende Augen.
Die Schleimabsonderung der Augen und der Nase ist beträchtlich vermehrt.
Der Schmerz ist brennend, ziehend und drückend.
Eine verstopfte, kribbelnde und juckende Nase
Niesanfälle
Ein rauher und kratzender Hals
Lichtempfindlichkeit, Hitze und Fieber
Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen
Atemnot infolge einer Atemwegseinengung. Diese wird durch Verkrampfungen (Spasmen), Schleimhautanschwellungen und eine übermäßige Schleimabsonderung hervorgerufen.
Die Hautsymptome bei einer Allergie: Juckender Ausschlag (Ekzem), Rötung, Brennen, Bläschenbildung und Nässen

 

Die Ursachen einer Allergie
Der Verursacher der Beschwerden ist der Botenstoff Histamin, welcher vom Körper wegen der eindringenden Allergene ausgeschüttet wird.
Das Immunsystem reagiert überaktiv.
Gräser- und Blütenpollen (Allergene), die mit zunehmender Luftverschmutzung immer aggressiver werden. Der Wind verstreut je nach Jahreszeit täglich Milliarden Pollen in alle Richtungen. In den Pollen stecken Substanzen mit allergischer Wirkung. Diese werden frei, sobald diese auf die Schleimhäute der Atemwege treffen. Auch die Samen von Gräsern, die bisher in unseren Breiten nicht vorkamen, sind daran beteiligt. Eine einzige Grasähre enthält fast 20 Millionen Pollen, aber bereits wenige Pollen verursachen bei allergisch reagierenden Menschen die belastenden Attacken.

 

Weitere Verursacher einer Allergie sind ein geschwächtes Imunsystem, Krankheitsherde im Körper wie zum Beispiel kranke Zähne und Mandeln, negativer Stress und psychische Belastungen, ein Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen (ein Mangel an Kalzium), Stoffwechselstörungen, bestimmte Medikamente (Antibiotika), Vererbung, hormonelle Veränderungen (Wechseljahre), eine gestörte Darmflora, Verdauungsstörungen, Rückstände von Pestiziden in den Nahrungsmitteln, eine Übersäuerung des Körpers, Waschmittel, Schmuck und Umweltbelastungen (geologische Störfelder, Schwermetalle, Elektrosmog sowie Schadstoffe in der Luft und im Wasser schwächen unsere Enzymsysteme).
Bestimmte Nahrungsmittel und deren Zusätze wie Süßstoff oder Geschmacksverstärker. Beachten Sie deshalb die E-Nummern auf der Verpackung.
Auch Umweltfaktoren provozieren Allergien. Abgase, vor allem Bestandteile von Auspuffgasen wie Dieselruß und Feinstaub, scheinen die Pollenstruktur zu verändern und setzen zusätzlich Allergene frei oder die Schadstoffe sind direkt an der allergischen Reaktion beteiligt.
Zuviel Sonne (UV-Bestrahlung) kann allergische Erscheinungen auf der Haut hervorrufen: Juckender Ausschlag (Ekzem), Rötung, Brennen, Bläschenbildung, Nässen

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens

Zur Behandlung und Vorbeugung des Heuschnupfens ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

 

1) Der Säure-Basen-Haushalt

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir neigen zu Allergien, haben eine unreine Haut, erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

 

2) Das Bindegewebe

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Allergien und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

 

3) Die Verdauung

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Es kommt zu Allergien und Unverträglichkeiten, chronischen Erkrankungen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

 

4) Unser Wasserhaushalt

Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Allergische Reaktionen sind die Folge.

 

5) Die Eiweißverdauung

Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren, was wiederum Allergien begünstigt.

 

6) Die Fettverdauung

Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind Allergien, depressive Verstimmungen, Stoffwechselstörungen, Krankheitsanfälligkeit und Kopfschmerzen.

 

7) Die Kohlenhydratverdauung

Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung. Es schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

 

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden zur Behandlung und Vorbeugung eines Heuschnupfens überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Heuschnupfen - Pollinosis behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)".