1

In den Parco Naturale del Ticino

Gehzeit 5.00 h

87

Durch die Endmoränenlandschaft im Südosten des Lago Maggiore

Von der Poebene her gesehen sind die Endmoränen nördlich von Sesto Calende die ersten Hügel, die aus dem Flachland herausragen. Von dichtem Mischwald bewachsen haben sie im Monte Pelada, 471 m, ihre höchste Erhebung. Unsere Wanderung beginnt zwischen dem Lago di Monate, der wegen seiner schönen Strände gern als Badesee genutzt wird, und dem Lago di Comabbio und führt im Nationalpark Parco Naturale del Ticino durch Waldgebiet bis kurz vor Sesto Calende.

Talort: Sesto Calende, 206 m. Ausgangspunkt: Osmate; auf der Straße von Osmate nach Comabbio parkt man kurz nach dem Ortsende von Osmate, etwa 50 m, nachdem rechts die Via B. Luini abgeht, in einer Parkbucht. Busverbindung Sesto Calende – Osmate. Höhenunterschied: 670 m. Anforderungen: Schattiger Waldweg mit leichtem Auf und Ab, auf dem Rückweg mäßige Steigungen. Der zweite Teil des Rückwegs ist schlecht markiert und das Wegenetz dicht. Hier kann es Orientierungsprobleme geben. Einkehr: Auf der Wanderung keine, aber in den umliegenden Orten. Tipp: Im Stadtmuseum von Sesto Calende sind Zeugnisse der Kultur von Golasecca ausgestellt (ca. 1200 bis 450 v. Chr.; Urnen, Kelche, Vasen, Gläser). Der Fundort Golasecca liegt nur wenige Kilometer südlich von Sesto Calende und kann von Juni bis September besichtigt werden.

Vom Parkplatz (1) gehen wir zur Via B. Luini, folgen ihr etwa 50 m zu einer Gabelung und dort dem Europäischen Fernwanderweg E/1 nach rechts. Gut ½ Std. später kommen wir am Dorf Lentate (2) vorbei (Rotwildgehege rechts vom Weg). Der Weg macht gut 5 Min. später einen Schlenker nach links, bis er vor einem Zaun rechts abwärts zur Landstraße führt. Nach 300 m Asphalt biegt er nach links durch die Häusergruppe Case Santa Fè (3) ab, erreicht wieder den Wald und macht bald einen weiten Linksbogen. Links vom Weg verläuft zwischen hohen Betonpfosten ein oft defekter Maschendrahtzaun. Bald nachdem der Zaun nach links abknickt und den Hang hinaufführt, erreichen wir eine Wegspinne (4). Rechts abwärtsgehend würden wir nach ca. 500 m auf einen gepflasterten Weg gelangen und an der rechten Wegseite von einer langen Natursteinmauer bis nach Oriano Ticino begleitet. Wir aber gehen nach links und kommen nach gut 5 Min. zu einer Hausruine (5). Kurz darauf (200 m) steigen wir in Sichtweite einer Wiese bei der zweiten Abzweigung (6, Ww. Monte Pelada) links den Hang hinauf bis auf die Hügelkuppe, um bei der nächsten T-Kreuzung (7) wieder links abzubiegen. Bald darauf erreichen wir wieder den Maschendrahtzaun, dem wir etwa 20 Min. folgen, bei einem Hochspannungsmast (8) gehen wir nach links unter dem Mast hindurch und geradeaus den Hang hinauf. Bald darauf knickt der Zaun nach links (9), wir wandern weiter geradeaus. Am Ende einer Gefällstrecke wandern wir bei einer Wegspinne (10) auf einem Sattel geradeaus, steigen wieder an und halten uns bei einer Gabelung wenig später links. 3 Min. später passieren wir eine Efeu bewachsene Betonmauer links und gehen nach 5 Min. bei einer Gabelung (11) nach rechts. Am Ende des Anstiegs nach weiteren 5 Min. macht der Weg eine leichte Rechtskurve (12), eine Abzweigung nach links ignorieren wir, und fällt dann wieder etwas. Bei zwei aufeinanderfolgenden Gabelungen halten wir uns links, auf dem 5 Min. langen Abschnitt dazwischen gibt es rot-weiße Markierungen. Wenige Minuten nach der letzten Gabelung folgen wir bei einer Kreuzung (13) einem fallenden Hohlweg geradeaus, er war in früheren Zeiten offenbar befestigt, inzwischen liegen die Pflastersteine lose auf dem Boden. Knapp 10 Min. später erreichen wir eine T-Kreuzung mit einem markanten halbkugelförmigen Felsbrocken (14). Hier gehen wir links und bei der Gabelung wenige Meter darauf nach rechts fallend. Gut 5 Min. später passieren wir ein Holzhaus rechts und kommen danach zu einer T-Kreuzung (15). Wir wandern auf dem ungepflasterten Weg nach links weiter, gehen bei der bald folgenden Abzweigung nach rechts und dann nach links. Bei der nächsten Kreuzung biegen wir nach rechts und wandern gut 20 Min. nach der T-Kreuzung um den Monte Pelada (16). Hier folgen wir nicht dem Wegweiser nach Osmate, sondern biegen nach links. 5 Min. später, nach einer Fallstrecke, gehen wir bei einer T-Kreuzung (17) nach rechts und dann bei den folgenden vier Gabelungen oder Kreuzungen geradeaus. ¼ Std. nach der T-Kreuzung (17) biegen wir bei einer Häusergruppe im Wald bei einer asphaltierten Querstraße nach rechts und sind in ¼ Std. zurück am Ausgangspunkt (1).

Osmate
Osmate im Norden des Nationalparks
M. Pelada
Im Frühjahr blühen am Wegrand die Kamelien

2

Von Gavirate über Biandronno zur Insel Virginia

Gehzeit 1.45 h

8C7

Spaziergang am Westufer des Lago di Varese

Der Lago di Varese ist – trotz Wasserverschmutzung – eine Pracht fürs Auge. Herrlich gelegen zwischen dem M. Campo dei Fiori im Norden, 1227 m, und niedrigen Hügeln im Süden, erstreckt er sich über 8,5 km von Varese bis Bardello und erreicht dort mit 4,5 km seine größte Breite. Seit einigen Jahren verläuft um den See ein kombinierter Fuß- und Radweg. Der vorgeschlagene Abschnitt verläuft unmittelbar am See und die Bausünden sind nicht zu sehen.

Talort: Gavirate, kleiner Ort am Nordufer des Lago di Varese; im Centro Storico Kastanienallee mit Bars, Restaurants und Geschäften, Promenaden am Seeufer. Bus- und Bahnverbindung Laveno – Gavirate, Varese – Gavirate. Ausgangspunkt: Gavirate, Via al Lido. Am Ende der Straße Parkplatz beim Albergo Lido am Lido di Gavirate. Höhenunterschied: 30 m. Anforderungen: Befestigter Fuß- und Radweg mit geringfügigen Steigungen am Ufer des Sees. Einkehr: In Gavirate Bar Milano und am See das Restaurant Albergo Lido mit Seeterrasse. Auf der Insel kleines Restaurant am Bootsanleger. Tipp: Informationstafeln entlang des Wegs weisen auf die Entstehungsgeschichte des Sees, auf besondere Pflanzen und auf die reiche Vogelwelt hin. Eine Besichtigung wert ist die Isola Virginia und das dortige Museum.

Beim Parkplatz am Lido (1) beginnt der befestigte Rad-/Wanderweg (auf einigen Abschnitten verläuft zwischen See und befestigtem Fuß- und Radweg ein Pfad, man muss aber immer wieder zurück auf den befestigten Weg) und führt uns zunächst durch Schilf und lichten Baumbestand; Picknicktische und Bänke laden zum Rasten ein. Wir überqueren den Fiume Bardello (2) und gehen auf der anderen Flussseite vorbei an Gärten, durch Wiesen und dichteren Wald. Auf diesem Weg bieten sich schöne Ausblicke auf die Dörfer am Hang des M. Campo dei Fiori. Auch nachdem rechts ein Weg nach Biandronno (3) abgeht, bleiben wir auf dem Weg am See, bis zu einem Steg (4). In der Saison kann man von hier mit Motorbooten zur nahen Isola Virginia übersetzen, im Übrigen sind die Rufnummern für den Bootsservice ausgehängt. Die Isola – »Isolino« (Inselchen) wird sie auch genannt – ist nur 9200 m² groß und hat eine interessante Vergangenheit. Hier lebten im 4. Jahrtausend v. Chr. Menschen in Pfahlbauten. Die Insel ist aus Abfällen entstanden, die von den Bewohnern ins Wasser geworfen wurden. Den mächtigen alten Bäumen ist heute nicht mehr anzusehen, dass sie auf einer »antiken Müllhalde« wurzeln. Im Innern der Insel liegt ein winziges Museum, in dem einige Funde aus der Pfahlbaukultur ausgestellt sind, die spektakulären Stücke wie z. B. die Moorleichen befinden sich in Museen in Varese und Milano. Zurück am Bootsanleger von Biandronno gehen wir auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt (1).

Lido di Gavirate
Der Monte Rosa erhebt sich majestätisch hinter dem Lago di Varese.

3

Von Gemonio nach Orino

Gehzeit 3.00 h

C7

Rundweg durch Wiesen und Wald und kleine Dörfer im Valcuvia

Das Valcuvia breitet sich zwischen den beiden Höhenzügen M. Nudo und M. Campo dei Fiori aus und mündet bei der markanten Felsklippe des M. San Martino (s. Tour 12) in das Val Travaglia. Seine breiten, ebenen Auen sind dicht besiedelt, doch außerhalb der Dörfer, an den Berghängen rechts und links des Talbodens und besonders an den Nordhängen des Monte Campo dei Fiori hat das Valcuvia seinen natürlichen Charakter weitgehend bewahrt.

Talort: Laveno, 200 m. Ausgangspunkt: Gemonio; Anfahrt von Laveno auf der SS 394 Richtung Varese bis Gemonio, am Ortsende links durch die Bahnunterführung und 2 km Richtung Azzio bis zu einem Parkplatz vor der »Azienda agricola ai frutti di bosco«; Fahrstrecke 9 km. Höhenunterschied: 270 m. Anforderungen: Mäßige Anstiege und ebene Wege mit leichtem Auf und Ab. Einkehr: In Caldana Ristorante/Bar Campo dei Fiori am Weg, in Orino Bar/Trattoria Il Circolino beim Municipio, in Azzio bei der Kirche die Trattoria Den Boer Marianne und am 3V-Weg eine Pizzeria. Tipp: In Gemonio ist ein Besuch des Museums Salvini lohnend, ein Mühlenmuseum mit alten Wasserrädern, Mahlwerken und Gerätschaften; im Sommer werden hier Gemäldeausstellungen bekannter Künstler der Region veranstaltet (von 1.4. bis 30.10. Mi., Sa., So. 15–18 Uhr geöffnet). Auch die älteste Kirche des Varesotto, die Chiesa S. Pietro aus dem 11. Jh., ist sehenswert. Um die Weihnachtszeit wird der gesamte Innenraum der Kirche zu einer Krippenlandschaft umgestaltet.

Neben der Azienda nimmt der Weg (1, Markierung gelb-grün, AV) seinen Anfang. Er läuft abwärts in den Talgrund, über den Bach Viganella, dann am Ufer flussaufwärts bis zu einer Furt, macht einen scharfen Haken nach rechts (die Furt lassen wir links liegen) und steigt an, bei einer Gabelung gehen wir rechts. Wir wandern zunächst durch Wald, später säumen Hecken den Weg, und gelangen schließlich auf eine schmale, asphaltierte Straße (kein Verkehr), die uns, nach links ansteigend und von niedrigen Mauern gesäumt, nach Caldana (2) leitet. Auf der Dorfstraße gehen wir ca. 100 m nach rechts, nach links in die Via Malgarini und durch den Ort. Auf einer kleinen Straße wandern wir bergauf nach Cerro. Dieses verträumte Dorf am Waldrand durchqueren wir und verlassen es am oberen Rand nach links auf einem breiten Weg, der am Fuße des M. Campo dei Fiori nach Orino führt. Dort gehen wir beim Sportplatz (3) links abwärts, auf der Via Marinoni zunächst am Rand des Ortes entlang, bis zur Piazza XI Febraio vor Rathaus (4) und Kirche; die Markierungen E1 und 3V helfen bei der Orientierung. Über die nach links abzweigende Via N. Bixio rechts vom Municipio (Rathaus) kommen wir nach Azzio, folgen bei der Kirche einem Treppenweg rechts zu einem Platz vor einer Pizzeria (5). Links neben der Pizzeria leitet uns die schmale Via Crossa (brauner Ww. SV, 3V) zur Landstraße SP 45 und biegen nach rechts. Knapp 10 Min. später gehen wir links an einer neueren Kirche (6) vorbei und biegen wenig später, kurz nach dem Ortsendeschild von Azzio nach links. Nach etwa 100 m lassen wir die Häuser hinter uns und wandern abwärts durch den Wald. Bei einer Station der Gasleitung (7) treffen wir auf einen Querweg und gehen nach links. Nur wenige Meter später gabelt sich vor einem Umspannturm der Weg. Wir wandern nach links über eine Brücke und kurz danach nach rechts. Der breite Weg steigt an, eine Abzweigung rechts ignorieren wir. Kurz darauf biegt der Weg scharf nach links, rechts ist er von einer Trockenmauer begrenzt. Nach wenigen Metern liegt links im Wald eine Ruine, bei der Kreuzung kurz darauf halten wir uns rechts. Hier finden wir auch wieder gelb-grüne Markierungen. Wir bleiben auf dem Hauptweg, gehen nach wenigen Minuten bei einer Gabelung nach links, später scharf nach rechts, bei einem Haus (8) halten wir uns rechts und wandern im Folgenden geradeaus. Am Ende einer großen Waldlichtung gehen wir rechts an einer hohen Betonmauer (9) entlang und erreichen bald den Ausgangspunkt (1).

Orino
Kirche in Orino

4

Von Orino zum Forte di Orino, 1139 m

Gehzeit 5.00 h

7

Aufstieg zu einem herrlichen Aussichtsplatz über dem Lago Maggiore

Am Westrand des Höhenzuges Monte Campo dei Fiori liegt auf einem Plateau das Forte di Orino. Einst eine bedeutende militärische Beobachtungsstation, sind heute nur noch die Grundmauern zu erkennen. Die Aussicht aber ist nach wie vor überwältigend.

Talort: Laveno, 200 m. Ausgangspunkt: Orino; Anfahrt von Laveno auf der SS 394 Richtung Varese bis Gemonio, links nach Azzio, im Ort rechts nach Orino, dort rechts bis zum Parkplatz gegenüber der Villa Belvedere; Fahrstrecke 12 km. Höhenunterschied: 780 m. Anforderungen: Langer Anstieg zum Forte di Orino, steiler Abstieg zum Poggio della Corona und in sanftem Gefälle zurück nach Orino. Einkehr: In Orino Bar/Trattoria Il Circolino beim Ausgangspunkt.

Von der Piazza XI Febraio in Orino (1) folgen wir den Ww. 302 Forte di Orino, 3V und E/1, wandern die Via Gorzia aufwärts und biegen nach wenigen Minuten rechts in die Via alla Selva. Die breite, gepflasterte Mulattiera führt stetig aufwärts. Nach knapp 1 Std. gehen wir bei einer T-Kreuzung (2) nach rechts, von links kommt der AV-Weg aus Orino. Gut 10 Min. später biegt der Weg nach links, rechts geht wenig später der Sentiero 17 (3) ab. Der inzwischen zum Pfad gewordene Weg führt im Wald auf einer Bergnase in gut einer ¾ Std. zum Forte di Orino. Auf diesem Abschnitt sind die Markierungen spärlich, der Pfad aber eindeutig. Kurz vor dem Gipfelplateau wird der Weg breiter, wir gehen nach rechts, dann vorbei an Treppenstufen bei einer Wegspinne, über die der Rückweg abwärtsführt (Ww. 11 Comerio, 13 Gavirate, 317 Cerro und Caldana). Zuerst folgen wir aber dem Weg aufwärts zu den Resten des Forts (4) und genießen bei klarem Wetter den grandiosen 360°-Rundumblick weit über die Po-Ebene, bis zu den Turiner und Berner Alpen und zählen sechs Seen. Zurück bei den Treppenstufen steigen wir zunächst durch jungen Buchenwald, dann durch dichten Fichtenwald den Hang abwärts. Nach 10 Min. geht der Weg 317 (5) rechts ab, wir wandern weiter geradeaus. Nach etwa 50 Min. kommen wir zu einer Kreuzung (6), gehen einige Meter nach rechts und folgen dann dem Ww. Gavirate nach links. Ca. 5 Min. später folgen wir in dem Weg E/1, 10A (7) nach rechts bis zum Ausgangspunkt in Orino. 10 Min. später halten wir uns bei einer Gabelung links, gehen nach nochmals ¼ Std. bei der Gabelung Sass Gross (8) rechts und bei der Wegkreuzung Quattro Strade (9) nach weiteren gut 10 Min. links und gleich darauf rechts. Etwa 10 Min. nach der Wegkreuzung Quattro Strade folgen wir dem E/1 nach links (auch rechts gehend kommen wir schneller zum Ausgangspunkt), gehen 25 Min. bergab und beim Ortseingang von Cerro (10) auf einem breiten Weg, der am Fuße des Monte Campo dei Fiori nach Orino führt, nach rechts. Dort gehen wir beim Sportplatz links abwärts, auf der Via Marinoni, zunächst am Rand des Ortes entlang, bis zum Ausgangspunkt bei der Kirche (1).

Forte di Orino
Grandioser 360°-Rundumblick weit über die Po-Ebene, bis zu den Turiner und Berner Alpen

5

Über den Sacro Monte zum Monte Tre Croci, 1111 m

Gehzeit 3.00 h

8C7

Ein kunstreicher Kreuzweg

Der Monte Campo dei Fiori ist – von Süden her gesehen – der erste Gebirgszug des Voralpenlandes, der sich als isoliert stehender Bergstock markant aus der Hügellandschaft erhebt und eine Höhe von 1227 m erreicht. Seinen Namen »Feld der Blumen« hat er von der reichen alpinen Flora, die die freien Flächen im Frühling in bunte Blütenteppiche verwandelt. Der gesamte Gebirgszug ist Naturschutzgebiet (Parco Campo dei Fiori) und seine Gipfel gelten als die schönsten Panoramabalkone der Lombardei. Der Monte Tre Croci ist der östlichste Gipfel. Der Pilgerweg nach Santa Maria del Monte ist gesäumt von 14 prächtigen Kapellen. Sie wurden im 17. Jh. erbaut und durch Triumphbögen in Gruppen zu je fünf separiert; im Innern sind durch überlebensgroße bemalte Terrakottafiguren recht lebensnah Geschichten aus dem Leben von Christus dargestellt (Rosenkranzstationen). Seit 2003 ist der Sacro Monte Weltkulturerbe.

Talort: Varese, 380 m. Ausgangspunkt: Sacro Monte, unterhalb der Prima Cappella. Anfahrt vom Zentrum von Varese zum Sacro Monte, in der scharfen Rechtskurve links dem Wegweiser zur Funicolare folgen, Parkplatz vor der Bar (Piazzale Montanari Giuseppe); Fahrstrecke 3,5 km. Busverbindung Varese – Sacro Monte, Haltestelle Prima Cappella. Höhenunterschied: 510 m. Anforderungen: Lange An- und Abstiege, bei Verwendung von Standseilbahn und/oder Bus verringern sich die Gehzeiten entsprechend. Einkehr: Am Parkplatz sowie in Santa Maria del Monte am Ende des Pilgerweges Bars und Restaurants. Mitten im Wald, nach 1½ Std. Aufstieg, das Restaurant Irma. Tipp: Das Bergdorf Santa Maria del Monte mit der spätgotischen Basilika – interessant vor allem das hölzerne Bildnis der schwarzen Madonna und die Krypta aus dem 11. Jh., die Museen Baroffio und Pogliaghi sowie die engen, teils von Häusern überbauten Gassen.

Unsere Wanderung beginnt rechts von der Bar (1). Über eine breite Treppe und ein kurzes Stück Straße geht es zur Prima Cappella. Zu Fuß gehen wir durch den Torbogen (2) und steigen den Pilgerweg aufwärts, der auf seiner gesamten Länge von zwei Kilometern kunstvoll gepflastert und von kirchengroßen Kapellen gesäumt ist. Ein Blick durch die Glasfenster ins Innere der Kapellen ist interessant – mit einem Druckknopf schaltet man die Beleuchtung ein. Am Ende des Pilgerweges erreichen wir das Bergdorf Santa Maria del Monte. Ein kurzer Abstecher in die engen Dorfgassen lohnt sich. Die schmale Asphaltstraße rechts vom Moses-Brunnen und rechts unterhalb der Kirche (3) führt uns zum Parkplatz Piazza Lodovico Pogliaghi (4, Endstation der Buslinie Varese – Sacro Monte); es bietet sich ein schöner Blick bis zu den Bergen am Comer See. Nach dem letzten Kiosk am Ende des Platzes gehen rechts Wanderwege ab, die wir ignorieren. Erst 100 m weiter nehmen wir einen breiten steinigen Weg rechts aufwärts. Bis wir umkehren, folgen wir dem Ww. 301 – Forte di Orino, zusätzlich ist der deutliche Weg rot-weiß markiert. Nach 20 Min. halten wir uns bei einer Wegspinne auf dem Valico Pizzelle (5) links und erreichen 20 Min. später die Bergstation der Funicolare (6, Standseilbahn), die von 1911 bis 1953 Ausflügler in Gipfelnähe brachte, dann stillgelegt wurde. Von links kommend (vorbei an der verfallenden Grande Albergo mit dem Antennenwald auf dem Dach) werden wir auf dem Rückweg diese Stelle wieder erreichen. Nach rechts gehend (vorbei an der Bergstation) kommt man zum Panorama-Restaurant des 1912 eröffneten und 1968 geschlossenen Hotels. Wir aber gehen geradeaus und steigen die Treppe hinauf. Etwas höher kommen wir auf die Via Sacra, einen »Stationenweg« zur Erinnerung an die italienischen Waffengattungen der letzten Kriege, und schließlich zum Monte Tre Croci (7, 1111 m), der eine schöne Aussicht auf die Seen des Varesotto bietet. Hinter dem Altar mit dem hohen Kreuz verläuft der Weg weiter geradeaus, nach gut 10 Min. erreichen wir in einer Serpentine eine Asphaltstraße. Zuerst gehen wir nach rechts zur Piazzale della Batteria (8), um die Aussicht zu genießen. Dann setzen wir unseren Weg nach links fort. Nach 150 m sehen wir links unter uns ein größeres graues Gebäude, das Restaurant Irma (9). Wir betreten das Gelände durch den oberen Eingang und verlassen es durch den unteren. Dort gehen wir einige Meter nach rechts, dann nach links und schneiden eine Serpentine der Asphaltstraße ab. Wieder auf der Asphaltstraße gehen wir nach links bis zur nächsten Serpentine und dort geradeaus, vorbei an einer Schranke. Vorbei am ehemaligen Grande Albergo, in dem Mussolini häufig zu Gast war, erreichen wir wieder die Bergstation der Standseilbahn. Von hier bis zur Piazza Lodovico Pogliaghi sind Rückweg und Hinweg identisch. Am Ende des Platzes müssen wir uns entscheiden. Links erreichen wir auf demselben Weg den Ausgangspunkt. Rechts kommen wir bald zur Bergstation (10) einer zweiten Standseilbahn, können mit ihr ins Tal (1,00 €) und von der Talstation (11) mit dem Bus 1,5 km zum Ausgangspunkt fahren (1,30 €, keine Geldrückgabe) oder auf dem Gehweg an der für den Verkehr gesperrten Straße laufen - allerdings führt sie kurz vor dem Ausgangspunkt durch einen 150 m langen Tunnel.

Santa Maria del Monte
Blick in die Poebene
Fünfte Kapelle
Fünfte Kapelle »Jesus diskutiert im Kreis der Schriftgelehrten«

6

Von Brinzio zum Monte Martica und durch das Valle Legnone

Gehzeit 5.00 h

8C7

Aussichtsreicher Rundweg in einem wenig bekannten Teil des Varesotto

Der von Buchenwald bedeckte Gipfel des Monte Martica ist die höchste Erhebung des Höhenzuges, der von Varese über grasbewachsene Kuppen stetig nach Norden ansteigt. Die Wanderung führt durch eine vielseitige Landschaft – Bergstrecken wechseln mit offenem Hügelgelände, Talauen mit engen Schluchten.

Talort: Varese, 380 m. Ausgangspunkt: Brinzio; Anfahrt von Varese über Rasa nach Brinzio, Parkplatz neben der Kirche; Fahrstrecke 8 km. Buslinie »Castano« Varese – Brinzio. Höhenunterschied: 820 m. Anforderungen: Langer Gipfelanstieg; breite, leicht abschüssige Strecken mit kurzem, steilen Abstieg nach Rasa; mäßiger Anstieg mit steilen Stellen zum Passo Varrò; Waldweg abwärts nach Brinzio. Einkehr: In Brinzio Bar links von der Kirche und Ristorante/Pizzeria Il Borgo, Via Piave 5 (Tel. +39-0332-435408). In Rasa bei der Kirche Bar-Pizzeria S. Gottardo.

Vom Parkplatz (1) aus gehen wir beim Denkmal an der Rückseite der Kirche nach rechts in die Via Trento und folgen nach gut 50 m dem Ww. 314 – M. Martica (sentiero 14a) nach rechts. Der breite, gepflasterte Weg windet sich durch Buchenwald bergan, führt nach 20 Min. über den Pian di Martica (2), gut 20 Min. später über den Pian di Scott (3) und von dort nach kurzem Anstieg (5 Min.) auf ein weiteres Plateau. Am Ende dieses ebenen Wegabschnittes steigen wir nach einer Mulde beim Ww. M. Martica nach rechts aufwärts bis zu einem Querweg (4) auf einem Sattel und folgen ihm nach rechts zum Gipfel des Monte Martica (5). Der höchste Punkt des Berges ist bewaldet und bietet keine Aussicht. Auf dem weiteren Weg jedoch, einer unbefestigten alten Militärstraße, die sich rechter Hand zuerst in langen Schleifen abwärtszieht, ist manchmal die Sicht nach Süden hinunter ins Valganna und nach Osten zum Monte Generoso (1701 m), der mit seinen schroffen Felswänden die näher liegenden Gipfel überragt, möglich. Auf den folgenden Bergkuppen und -hängen ist junger Wald nachgewachsen, seit Brände den Baumbestand vernichtet haben. Etwa 35 Min. nach dem Gipfel zweigt rechts ein Weg (6) zum Aussichtsberg Monte Chiusarella ab. Für den Abstecher auf seinen Gipfel (7) sind ca. 20 Min. anzusetzen. Der Weg 314 führt auf der alten Militärstraße weiter abwärts, auf einem Sattel (8) ca. 35 Min. nach der Abzweigung verlassen wir sie und gehen nach rechts auf eine Wiese über Rasa. Dort steigen wir auf dem ausgetretenen Pfad hinunter ins Dorf. Der Weg führt durch das Dorf an der Kirche S. Gottardo (9) vorbei bis zur Landstraße; folgen wir dieser ein Stück aufwärts, zweigt der Weg Nr. 5 nach links ab. Der schmale Steig verläuft in einem verwunschenen Tal aufwärts, zunächst mit mäßiger, kurz vor dem Passo Varrò (10) mit kräftiger Steigung. Von der Passhöhe sind Abstecher zum Monte Legnone und zum Monte Pizzella (je eine ½ Std.) ausgeschildert; für uns geht es geradeaus nur noch bergab bis nach Brinzio (1).

M. Martica
Vom Monte Martica führt der Weg über den Monte Chiusarella nach Rasa.

7

Vom Lago di Brinzio zum Lago di Ganna

Gehzeit 6.00 h

8C7

Auf einer feldsteingepflasterten alten Mulattiera von See zu See

Der Lago di Brinzio, die beiden Seen bei Ganna und ihre Zu- und Abflüsse sind Naturreservate mit seltenen Pflanzen und Kriechtieren, Vögel und Amphibien. Die Abtei San Gemolo von Ganna, im Mittelalter eine wichtige Etappe der Alpenüberquerung, beherrschte früher die umliegenden Täler.

Talort: Varese, 380 m. Ausgangspunkt:Höhenunterschied:Anforderungen:Einkehr:Tipp:Variante: